November 2008 Archive

Die Geschichte des Spinnrads ist eine Geschichte voller Missverständnisse.

Diesen Artikel wollte ich schon seit 2 Monaten schreiben, weil mich die überhebliche Art und Weise einiger Mitmenschen echt ankotzt, die der Meinung sind, die Weisheit mit den Schöpflöffeln gefressen zu haben und auch, weil leider nicht jeder seinen Kopf einsetzen kann und nur nachplappert. Und da es im Internet keinen vergleichbaren Artikel gibt, hab ich mich nun entschlossen es doch zu tun.

Zuerst möchte ich beleuchten, wieso 90% der deutschen Bevölkerung der Meinung ist, daß Dornröschen sich an einem SpinnRAD gestochen hat und diesen Schwachsinn auch noch ihren Kindern erzählen und generell weiterverbreiten.

Generationen von Deutschen, und Amerikanern haben sicherlich in ihrer Kindheit das Märchen von Dornröschen gelesen oder vorgelesen bekommen oder sogar nur erzählt bekommen. Grundsätzlich sind Märchen ja sehr brutale Geschichten und voller versteckter Andeutungen und es gibt sogar eine richtige Märchenforschung. Natürlich ist es grundsätzlich keinesfalls etwas schlechtes, seinen Kindern Märchen mündlich weiterzugeben, wie es einst unsere Vorfahren taten. Aber dabei sollte man stets sorgfältig genug sein und auch den tatsächlichen Inhalt des Märchens wiedergeben.
Aber doch dann bitte richtig und nicht, indem man die Kinder mit einer DVD abspeist.

Dornröschen und das Spinnrad - Ausschnitt aus der Disney- DVD
Copyright by Disney

Selbstverständlich sind Film und Buch zwei unterschiedliche Medien und nicht alles, was im Buch toll klingt, funktioniert auch im Film. Man denke da nur an die Harry Potter Bücher und die abweichenden Verfilmungen. Und so kommt es auch, dass der Film von Disney (und dem folgend weitere Filme) sich zwar grundliegend an das Original von den Gebrüdern Grimm hält, jedoch in diesem entscheidenden Punkt von der Buchvorlage abweicht.

Im der Fassung der Gebrüder Grimm aus dem Jahr 1812 wird im Märchen Dornröschen dem lange kinderlosen Königspaar doch ein Mädchen geboren und es sind zwölf gute Feen eingeladen, weil die Königsfamilie nur zwölf Gedecke hat, aber in diesem Reich gibt es insgesamt dreizehn Feen. Leider bekommt die dreizehnte Fee Wind von der Sache und lädt sich selber ein. Und weil sie erzürnt ist, dass die Königsfamilie sie nicht eingeladen hat, verflucht sie auf der Feier anlässlich der Geburt Dornröschens, das Baby. Sie sagt: "Die Königstochter soll sich in ihrem fünfzehnten Jahr an einer Spindel stechen und tot hinfallen".

Daraufhin trifft Dornröschens Vater, der König, ganz um ihr Wohlergehen besorgt, eine Entscheidung: "Der König, der sein liebes Kind vor dem Unglück gern bewahren wollte, ließ den Befehl ausgehen, dass alle Spindeln im ganzen Königreiche sollten verbrannt werden."

Es vergehen 15 wunderbare Jahre, nichts passiert. An ihrem 15. Geburtstag ist Dornröschen ganz allein, weil ihre Eltern ausgefahren sind. Sie langweilt sich und läuft durch das Schloss und stöbert herum, wie Kinder und Jugendliche nunmal so sind. Und so steht im Märchen weiter: "Es [Dornröschen] stieg die enge Wendeltreppe hinauf und gelangte zu einer kleinen Türe. In dem Schloß steckte ein verrosteter Schlüssel, und als es umdrehte, sprang die Türe auf, und saß da in einem kleinen Stübchen eine alte Frau mit einer Spindel und spann emsig ihren Flachs. »Guten Tag, du altes Mütterchen«, sprach die Königstochter, »was machst du da?« »Ich spinne«, sagte die Alte und nickte mit dem Kopf. -,»Was ist das für ein Ding, das so lustig herumspringt?« sprach das Mädchen, nahm die Spindel und wollte auch spinnen. Kaum hatte sie aber die Spindel angerührt, so ging der Zauberspruch in Erfüllung, und sie stach sich damit in den Finger." Und der Fluch der dreizehnten Fee trifft sie, sie fällt in einen hundertjährigen Schlaf, aus dem sie von einem Prinzen durch einen Kuss erlöst wird und sie heiraten. Ende gut, alles gut.
spinnrad_grafik

Wer des Lesens mächtig ist - und laut der Ergebnisse der letzten PISA-Studie, die ebenfalls diese Woche vorgestellt wurden, soll das ja seit 2000 vor allem im Osten Deutschlands besser geworden sein - wird nun zweifelsfrei etwas von "Flachs" und "Ding, das so lustig herumspringt" gelesen haben. Zwei Schlüsselwörter, die eine eindeutige Botschaft vermitteln sollten: es handelt sich dabei um eine Handspindel.

Natürlich gibt es auch für Spinnräder Zubehör, mit dem man auf dem sogenannten "Rocken", einem gedrechselten langen Stab, Flachs zum verspinnen anbringen kann, wie in den Film- und Theaterfassungen angedeutet, aber erstens sind diese, zumindest wenn es sich um Spinnradzubehör handelt, sehr lang, und hängen entsprechend hoch - und die Menschen, natürlich auch die Kinder, waren zu der Zeit als das Märchen entstand noch sehr viel kleiner als heutzutage. Bester Beweis dafür sind die hervorragend erhaltenen Möbel im Schloss von Versailles und diverse erhaltene Kleidungsstücke aus jener Zeit, und zweitens sind Rocken meist nicht so spitz wie eine Nadel.
Rein physikalisch, aufgrund der Bauart eines Spinnrades und der sitzenden Haltung, die ein Spinnender einnimmt, wäre es es schwer - eigentlich schlicht unmöglich - während des Spinnens, wie im Märchen beschrieben, seine eine Hand so hoch zu halten, dass man an das obere Ende des Rockens käme. Abgesehen von dieser simplen Tatsache braucht man auch zwei Hände zum spinnen mit dem Rad, es kann also logischerweise gar keine Hand frei sein, die da während des Spinnens an den Rocken fassen könnte.

Beim spinnen mit der Handspindel, auch Fallspindel genannt, sieht die Sache doch schon wieder ganz anders aus: Zum einen gibt es Phasen beim Handspinnen, wo man diese (verbunden mit einer Drehung) fallen lässt, sodass sich das Garn eindrehen kann, dabei hält man den Faden mit nur einer Hand und zum anderen waren früher einige Handspindelspitzen sehr stark angespitzt, um das Spinnen von Flachs zu erleichtern, was heute auch wieder anders ist, da meist Wolle und nicht Flachs mit der Hand gesponnen wird, weil schlicht der Bedarf in Westeuropa nicht besteht Flachs zu spinnen. In dem Buch "vergessene Haushaltstechniken" von John Seymour, Im Kapitel über das Spinnen, genauer auf Seite 145 der im Urania- Verlag erschienenen Ausgabe von 2008 gibt es eine Zeichnung, die diese Bauweise der Handspindel belegt, auf Seite 148 schreibt Seymour gar folgendes: "Die einfachste Methode zum Verspinnen von Flachs ist die Verwendung von Spinnrocken und Spindel. Der Flachs wird um den Stab des Spinnrockens gebunden, und die Spinnerin zieht mit Daumen und Zeigefinger mehrere Fasern ab. Diese Fasern befestigt sie an der runden Spindel, die an einem Ende zugespitzt ist, und dreht diese dann mit der Hand, wodurch die Fasern zu einem Faden verzwirnt werden." Im Unterschied zum Spinnrad, verfügt die Handspindel also über eine Spitze, wo sich Dornröschen stechen konnte - ganz so, wie in der Originalversion des Märchens angedeutet.

In der zweiten Version des Märchens, geschrieben von Ludwig Bechstein, wird noch etwas klarer, dass die Gebrüder Grimm keineswegs das Spinnrad gemeint haben können.
Dort schafft der König die Spindeln ab, und lässt stattdessen Spinnräder einführen. Eine sinnvolle Bemerkung, denn es kann ja kein ganzes Reich jahrzehntelang aufs Spinnen verzichten in einer Zeit, lange vor der Erfindung der industriellen Spinnmaschinen. Kulturhistorisch ist belegt, dass es Spinnräder schon seit dem Spätmittelalter gibt, also ist diese Passage auch schlüssig.

Hier noch mal für den direkten Vergleich mit der Originalfassung die entsprechenden Zitate aus der Fassung von Ludwig Bechstein:
"Der König ließ sogleich ein Regierungsmandat im ganzen Lande ergehen, kraft dessen alle Spindeln überall abgeschafft, und dafür die Spinnräder eingeführt wurden"
Handspindel
"[...] Und da bekam die Prinzessin gerade Lust, sich im Schloss ein bisschen umzusehen, ging durch mehre Gemächer und kam an eine Treppe, die zu einem alten Turm führte; diese stieg es hinan und kam an ein niedrig Kammertürlein, da steckte ein alter verrosteter Schlüssel daran, und neugierig, wie die ganz jungen Mädchen sind, drehte die Prinzessin an dem Schlüssel, und die Türe ging gleich auf. Da saß ein uraltes Spinneweiblein und spann emsig mit einer Spindel; es mochte wohl des Königs Gesetz nicht gehört oder gelesen, oder es längst vergessen haben. Die umher tanzende, auf und nieder wirbelnde Spindel machte der jungen Königstochter viel Freude, sie haschte nach der Spindel, wollte auch spinnen und stach sich damit [...]"

Im Märchen symbolisiert das Spinnrad, dass die weiblichen Protagonisten die Fäden des Schicksals in den Händen halten und ebenso Autonomie. Da das bei Dornröschen jedoch keinesfalls zutrifft, wurde hier Aufgrund dieser Symbolik von den Gebrüdern Grimm bewusst die Handspindel gewählt.

Noch immer begegnen Frauen, die ihr Garn selber spinnen, was in unserer heutigen hektischen Zeit immer mehr zunimmt - und im übrigen neben dem Lesen ebenfalls eine wunderbare Beschäftigung für die kalte Winterzeit darstellt- dem sich hartnäckig haltenden Urteil, dass man sich am Spinnrad stechen kann, und waren bisher dem Unwissen der breiten
Bevölkerung wehrlos ausgeliefert.

Ich hoffe, daß nun ein bisschen Licht in das Dunkel gekommen ist und der Irrglaube vom Spinnrad, an dem man sich stechen kann, weil es angeblich in dem Märchen Dornröschen der Fall gewesen sein soll langsam ausstirbt und ich den ambitionierten Spinnradspinnern da draußen eine Anregung gebe sich gegen dumme Vorurteile zu wehren.

( Und für alle Eltern unter meinen Lesern: lest euren Kindern das Märchen nur in der Originalfassung oder der Bechsteinschen Fassung vor anstatt sie mit einem Film abzuspeisen, und wenn ihr besonders engagiert seid, dann zeigt euren Kindern den Unterschied zwischen einer Handspindel und einem Spinnrad, das gibt später in der Schule bestimmt Pluspunkte und hilft, die Kenntnis um diese alte Kulturtechnik, des Spinnens, vor dem aussterben zu bewahren. )



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Seit Monaten wird ein Wunsch immer stärker. Es wird schon fast ein Drang. Umso schlimmer, da ich kiloweise allerfeinste langfaserige Merino im Schuppen liegen habe und letztes Wochenende ein zweitägiger Spinnkurs in Dahmsdorf bei Habondia stattfand, mit dem ich mich nur zu gern getröstet hätte weil ich nicht zum Tavernencon konnte.

Dieser größte Wunsch ist natürlich nur aufs Handarbeiten beschränkt. In jedem Lebensbereich hat man ja größte Wünsche, aktuell bei mir etwa sowas wie Familie, große Badewanne, bessere Gesundheit, gesunder Hund, Anerkennung, musikalischen Fortschritt, hübsche kuschelige Kleidung, Freunde die einen nicht vergessen, einen fleissigen Weihnachtsmann, Pflanzensamen in Hülle und Fülle... aber ich schweife ab

Hier ist er nun, mein größter Wunsch für die Bastelecke:

Heykeys Spinnrad

Also natürlich mit Doppeltritt und 20 Jahren Garantie. Und wo wir dabei sind uns was zu wünschen, sämtliche zurückliegenden Ausgaben+ ein Abo dieser Zeitschrift würde mich begleitend oder als Anfang auch irre glücklich machen. Seit Jahren schleich ich schon um diese fabelhafte Zeitschrift und werde mir schmerzlich meines beruflichen und finanziellen Status bewusst- mittlerweile sind einige Ausgaben nurnoch als schwarzweisskopien verfügbar und nicht im Original bunt:

Zeitschriftencover Lavendelschaf 11



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Ich weiß ich hab schon lange nicht nehr gebloggt. Ich werde brav alles nachtragen. Um wieder in das regelmäßige Schreiben zurückzufinden, erzähl ich euch, was ich letzte Nacht geträumt habe.

Bild eines wollweißen Babyjäckchens mit Zopfmustern in der Mitte und Zopfmuster auf den ArmenIch stricke doch zur Zeit an meinem zweiten Babyjäckchen mit 2 Zopfmustern und hab den ersten Ärmel fast fertig. In meinem Traum war dieses Jäckchen über und über mit Zopfmustern voll. Ich strickte es dann fertig und vernähte Fäden und nähte weiße Knöpfe an. Plötzlich stellte ich fest, daß es garkeine Babyjacke mehr ist, sondern mir passte.
Alle waren aus dem Häuschen ob meines ersten "großen" Strickstücks und zwängten sich rein, obwohl einige von denen einen ganz schönen Bierbauch hatten und die Knopfleiste offen lassen mussten. Ich konnte es nicht fassen, daß ich mein erstes großes Strickstück gestrickt hatte und trug es mit Stolz und stellte die Anleitung sofort bei Ravelry in meinem Designer shop zum runterladen gegen Geld rein. Ich war überglücklich und fühlte mich großartig. Jaaa, ich habe tatsächlich von Ravelry geträumt.

Ich denke inspiriert ist dieser Traum von meinem Hamburg- Aufenthalt wo Tichiro jeden Tag einen anderen selbstgestrickten Pullover mit Knoten- und Zopfmustern anhatte und wo ich meine Zubettgehzeit nach hinten verschob, um ihre Bücher durchzugucken (sie hat hunderte und ich schlief direkt bei den interessantesten) und überwiegend die mit den Arans darin, ich konnte mich garnicht sattsehen. Außerdem hab ich von Tseas Wollfee eine Kopie eines Musters bekommen und hab das gestern angeschlagen.

Prompt hab ich geträumt, ich hätte den Maschenstrich gerafft, was leider immernochnicht der Fall ist. Ich hab am Montag meine Handarbeits- und Strickbücher neu sortiert und den neueren, die provisorisch in Kisten vegetierten ein neues Zuhause in meinem Handarbeitsbücher/Zeitschriften - Regal gegeben. Währenddessen nahm ich eins in die Hand, welches ich eigentlich ausmustern wollte, und darin war eine gute Zeichnung vom Maschenstich.


bild einer antiken SockenstrickmaschineUnd dann hab ich geträumt ich würde eine supergut erhaltene und funktionstüchtige Sockenstrickmaschine mit allem drum und dran auf eBay für 10EUR schießen und könnte nun auch meine Socken in 15 Min kurbeln.Dieses Video auf youtube hat mich echt schwer beeindruckt! Inspiriert ist dieser Traumschnippsel vermutlich davon, daß meine kuschelig warmen außen-Wildleder-innen-Lammfell - Winterhausschuhe aus Polen kaputt sind, ich mit den Sommerdingern gestern kalte Füße hatte, und nur wenige warme Socken besitze und die Kniestrümpfe die ich mir bei Kaufland geleistet habe sind dünn, haben weder Ferse noch Spitze und rutschen ständig runter. Für 2,99€ hätt ich echt mehr erwartet. Werd wohl demnächst wirklich mich mal an Kniestrümpfe stricken wagen, im Zweifelsfall kann ich ja immernoch Theresia fragen wenns Probleme gibt.

Der letzte Traumschnippsel war, wie ich versucht habe durch strategisch sinnvolle Maschenzunahmen einen hohen Span, den ich bei jemandem vermute, für den ich Mustersocken stricken will, auszugleichen, ohne meine verhasste Käppchen-Spickelferse stricken zu müssen. Oh mann, da soll mal niemand sagen, ich sei nicht vom stricken auch schon so besessen wie von anderen Hobbies. Und ja, ich hab auch schon vom Wolle spinnen am Spinnrad geträumt...

Ach ja, falls ihr euch fragt, wie ich mich noch so gut daran erinnern kann, was ich geträumt habe: Ich bin wegen drückender Blase um 3 Uhr irgendwas wachgeworden und habe dabei den Traum, der noch klar zu sehen war mir bewusst wiederholt und ihn mir bewusst gemacht. Danach, wieder im warmen Bettchen hab ich mir meinen PDA geschnappt, der immer neben meinem Bett in Greifweite liegt und alles sofort in Word aufgeschrieben, als alles noch frisch war. Als ich dann bloggen wollte, musste ich nur den PDA mit dem Desktop- PC synchronisieren und mir die Datei rüberziehen, ein paar Ergänzungen schreiben (ich hab weils mit der Winztastatur so anstrengend zu schreiben ist 25 minuten nur für die grobe Beschreibung gebraucht), Links setzen, ein Foto machen und schwuppdiwupp ist der Eintrag fertig.

Ich frage mich, ob ich die einzige bin, die von ihrem Hobby träumt.



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