Neues in der Kategorie kochen und backen

Nach meinem Testlauf letzte Woche hab ich gestern Nacht (war eigentlich schon nach Mitternacht) noch "mal eben schnell" nen Mürbeteigt 1:1 nach Rezept gemacht, damit der über Nacht kühl stehen kann.

SchmetterlinsplätzchenLetztes Mal hatte ich ein Eigelb mehr im Teig, weil ich dessen Eiweiß für die Glasur genommen hatte. Außerdem war die Butter nicht gut genug verrührt gewesen und der Teig nach dem ausrollen marmoriert und zerlief beim backen. Diesmal hab ich mich sklavisch ans Rezept gehalten und Eier, Zucker und Butter erstmal extrem gründlich schaumig geschlagen eh die anderen Zutaten dazukamen.

Zum ausrollen nahm ich heute sogenanntes "Doppelgriffiges" Mehl (Typ 405 von Rosenmehl), das staubt nicht so irre und das ausrollen wird so viel leichter.

KirschblütenplätzchenAls Formen hatte ich frühlingshaft Schaf, Schmetterling, japanische Sakura- Kirschblütenblätter und - weil meine beiden Männer (der kleine und der große) so begeisert davon sind-  einen Hand- Ausstecher genommen. Und vom allerletzten Stückchen Teig ein Osterei geformt.Ach ja, und zwei Katzen-von-vorn hab ich ebenfalls gemacht, allerdings ohne den langen Schwanz- und so sehen die aus, wie mein Hund Yuki von vorne. Das Ausstechen der Hände ging desmal besonders gut, weil der Teig noch kalt und hart war.

Während die beiden Bleche im Ofen waren, habe ich von der weißen Eiweißglasur ein bisschen was abgenommen, und die eine Teilmenge rosa, die andere hellblau gefärbt. Back- und Speisefarben von Schwartau sei dank. Und schon in Spritztüllen bereitgestellt.

Die Kirschblüten und zwei Händchen wurden rosa glasiert, zwei Händchen bekamen Fingernägel aufgemalt und die Schäfchen einen schönen Wollpelz, wo nur das Gesicht und das Öhrchen freiblieben. Die Schmetterlinge wurden blau, ebenso wie das Osterei. Ein Schmetterling und das Osterei bekamen dann noch Verzierungen mit der weißen Glasur, die anderen Schmetterlinge bekamen bunte Zuckerperlchen draufgestreut und angedrückt.

HändeplätzchenIch habe 4 verschiedene Tüllen bzw. Werkzeuge, mit denen man die Glasur aufspritzen kann. Als ich versuchte die Randlinien einer der größere Plätzchen(das ist das Geheimniss für den Konditor- Look) und den einen Shiba- Keks zu verzieren, habe ich gelernt, daß nur etwas flüssigere Glasur sich überhaupt mit der allerdünnsten Spitze ausspritzen lässt. Da ich es eilig hatte, weil meine Schwiegereltern heute etwas früher als sonst kamen und das für die Kaffeetafel gedacht war, wechselte ich zur übernächstgrößeren Spitze, statt die Glasur zu verdünnen, was beim trocknen einen großen Vorteil brachte. Den verzierten Shibakeks hab ich nicht fotographiert, und der andere blieb unverziert, weil der zu klen war, um mit der größeren Lochspitze sauber verzuert werden zu können.

Ich bin sehr froh, daß ich mir die ersten Hefte von "Torten dekorieren" letztes Jahr gekauft hatte, denn da waren Spritzbeuel dabei, das Rezept und die Anleitung zum verzieren ebenfalls.

Unsere Gäste, aber auch der große und vor allem der kleine Mann waren von meinen Plätzchen begeistert. Nicht zu süß, nicht zu trocken (bei 175°C Umluft hab ich beide Bleche gleichzeitig OHNE Vorheizen nur 25 Minuten gebacken), hübsch verziert. Ich bin ziemlich stolz auf meine Fortschritte, wenn man bedenkt daß ich nach diesem Rezept schon im Alter von 9 das erste Mal alleine gebacken hatte und die allerersten Backbleche völlig verbrannten...

Erwähnte ich schon, daß ich in einem anderen Leben Konditorin geworden wäre? Ich hab keine Allergien und abgesehen von der widerlich frühen Arbeitszeit macht mir das Konditorhandwerk unbändigen Spaß!.



| Keine Kommentare

Es gibt einen alten deutschen Brauch, nach dem man zu Gründonnerstag (dem Donnerstag vor Karfreitag und Ostersonntag) eine Suppe zubereitet, die grün ist. Da die Zahl Drei die heilige Dreifaltigkeit symbolisiert und drei mal drei demzufolge als magische Zahl erachtet wird, gehören neun Kräuter in diese Suppe. Dort kommt auch der bekannte Ausspruch "Ach du grüne Neune" her.

Es gibt zwei Ansätze die Kräuter zu besorgen, da ja die Flora zu Ostern je nach geographischer Lage unterschiedlich weit ist: entweder alles pflücken was man so in seiner unmittelbaren Umgebung findet, oder ganz gezielt nach bestimmten Kräutern suchen. In der Regel werden im Unterschied zur Grünen Sauce der Hessen Wildkräuter bevorzugt.

Man sagt, die Suppe schmeckt eher bitter um an die Leiden Christi zu erinnern, jedoch kann man durch geschickte Wahl der Kräuter diesen Effekt vermindern. Außerdem sind viele Wildkräuter echte Vitamin- und Mineralstoff- sowie Spurenelementebomben. Vogelmiere enthält z.B. Kieselsäure. Unsere Vorfahren, die noch keine Nahrungsergänzungsmittel und exotische ausländische Gemüse/Lebensmittel kannten, hatten offensichtlich die Erfahrung gemacht, daß bestimmte Kräuter entwässern, den Kreislauf beleben und andere tolle Effekte haben. Außerdem glaubte man, die Kraft des Frühlings und Heilwirkung fürs ganze Jahr in sich aufzunehmen, wenn man Gründonnerstagssuppe aß.

Eine Mischvariante aus beiden habe ich verwendet. Außerdem habe ich, angeregt von einer Konversation mit Petra Glinka, nicht nur notgedrungenerweise getrockneten Bärlauch verwendet (hier scheint alles entweder von den Nachbarn beerntet zu werden, oder wächst einfach nicht, deswegen werde ich dieses Jahr meinen eigenen Bärlauch in einem schattigen und feuchten Bereich unseres Grundstücks aussähen und habe auch Samen gekauft), sondern auch meine ganz eigene Methode entwickelt, um die Gründonnerstagssuppe zu entstressen: einfrieren!!

Ich begann also schon letzte Woche damit, jeweils 1 -2 Kräutersorten pro Tag zu sammeln. Und zwar möglichst die zarten jungen Blätter. Sammeln, verlesen, ggfs. die Blättchen abzupfen oder wo nötig die Blätter kleinschneiden. Achtung, bei Brennesseln Handschuhe tragen!

Ich trug auf diese Weise je zwei Handvoll Sauerampfer, Löwenzahn, Spitzwegerich, Vogelmiere, Brennesseln und Schafgarbe zusammen, verpackte jeweils eine Sorte in einen beschrifteten Gefrierbeutel, verschloss diesen mit einem Gummiband und packe diesen in das Schnellgefrierfach der Kühltruhe. So musste ich nurnoch einige Pflänzchen Gundermann (von dem soll man nicht so viel nehmen weil der starke Bitterstoffe hat und in größeren Mengen toxisch auf Säugetiere wirkt)  und 1 große Handvoll Gänseblümchen (ja, die kann man essen) am heutigen Tage sammeln. Ich wusste vor meiner Recherche übrigens nicht, daß Gundermann schon sehr lange für viele Dinge genutzt wurde, schaut mal in die Wikipedia! Außerdem hatte ich nicht geahnt, daß unser Vorgarten voll davon ist.

Man merkt, daß früher die Menschen viel mehr Zeit mit Nahrungszubereitung verbrachten, denn müsste man alle 9 Kräuter an diesem Tag sammeln, und verlesen, und zupfen, und dann noch kochen, hat man einige Stunden damit zu tun. Durch das etappenweise arbeiten mit den Gefrierbeuteln kann man sich das gut aufteilen, man kann sogar - wie ich es zugegebenermaßen auch gemacht hab- die Vogelmiere an zwei Tagen sammeln, und dann die Blättchen abzupfen und zu den bereits gefrorenen Blättchen im Beutel geben. Ich denke durch das einfrieren wird ja die harte Faser etwas aufgebrochen, damit sind vielleicht die Kräuter bekömmlicher und für den Verdauungstrakt die Nährstoffe leicher aufschließbar,

Das eigentliche Kochen der Suppe ist dann eher trivial.

Man nehme 500g Kartoffeln (Sorte egal), schälen und fein würfeln. Mit einem Liter WASSER (NICHT Brühe) kochen lassen, nach 10 -15 Minuten müssten die Kartoffelwürfel ganz weich sein.

Kräuter (bis auf die Gänseblümchen) dazugeben, nochmal 500ml Wasser draufgießen und mit geschlossenem Deckel 10 Minuten kochen lassen. Gelegentlich umrühren. Elisas Gründonnerstagssuppe.jpg

Danach Topf vom Herd nehmen, mit einem Stabmixer der ein bisschen Bumms hat(am bestem mit dem "Zauberstab" aus der Schweiz) alles gut durchpürieren. Die Farbe ist schon ein Knaller. Anschließend einen Becher (250g) Creme fraiche dazugeben, verrühren und die Suppe nochmal unter rühren aufkochen. Derweil mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dann heiß, am besten zusammen mit einem schönen selbstgebackenen Brot servieren und mit den Gänseblümchen bestreuen.

Man kann wohl auch Kresse, Kerbel und Zitronenmelisse als Alternativkräuter nehmen. Ebenfalls habe ich schon von Varianten mit glasig angedünsteten Zwiebeln und feinen Möhrenwürfelchen gelesen, mit extra Butter, aber das dauert einfach noch länger.

Ich finde diese Idee mit dem einfrieren und den Babyschritten für dieses Gericht ziemlich grandios. Dennoch werde ich vermutlich nächstes Jahr entweder andere Kräuter nehmen oder es wie die Östereicher halten, denen Spinat als grüner Vertreter ausreicht. Wobei meine Freundin Brigitte mich auch auf die Hessische Grüne Sauce neugierig gemacht hat.

Guten Appetit euch allen!



| Keine Kommentare

Die liebe Aine macht in ihrem Blog einen Wettbewerb, denn in ihrem Garten in Irland wächst zuviel Beerenobst.

Bei mir wachsen auch alle Arten von Beeren, und bei den Johannisbeeren ist auch immer genug, um diese haltbar zu machen statt nur frisch zu essen.

Mein Beitrag ist darum auch die

Beschwippste Schwarze- Johannisbeeren- Marmelade

Zutaten:

1,5kg schwarze Johannisbeeren verlesen/sauber
1 Päckchen Diamant Gelierzucker 3:1
50-100ml irischer Whiskey nach Vorliebe



Beschwippste SommerbeerenmarmeladeJohannisbeeren putzen und waschen, dann mit Stabmixer pürieren, Whiskey dazu und Gelierzucker drauf. Es empfiehlt sich bei dieser Menge zu bleiben und nicht einfach zu verdoppeln, weil sich die Farbe sonst verändern könnte. Dann das ganze aufkochen, und nicht nur die angegebenen 4 Minuten kochen, sondern solange reduzieren, bis das ganze nicht mehr zu extrem flüssig ist. Der Alkohol verdampft, zurück bleibt nur das Aroma. Ich bevorzuge Kilbeggan oder Tyrconnel Whiskey oder Irish Mist Whiskeylikör - habe aber auch schonmal als nix mehr im Haus war eine Miniatur Connemara- Whiskey in die Marmelade gekippt. Durch den nicht vorhandenen Alkohol heißt das ganze zwar beschwippst, es ist jedoch auch für Kinder geeignet. Noch heiß in SAUBERE und ausgekochte Twist- Off Gläser füllen, am besten vorher nochmal mit siedendem Wasser und auch die Deckel ausspülen, NICHT auf dem Deckel stellen und sehr gut festschrauben. Sauberkeit ist bei der Haltbarkeit das Kernkriterium. Oh, und der Geschmack ist nicht im Handel zu kaufen, trotz 3 Zutaten absolut delikat. Auch prima als Mitbringsel.

Hält, dunkel und trocken gelagert auch mehr als nur 1 Jahr!

Viel Spaß beim ausprobieren!



| Keine Kommentare

Blutorangen haben gerade Saison. Da es sie ausschließlich in Sizilien gibt, wo sie auf den fruchtbaren vulkanischen Böden des Ätna angebaut werden, ist die Erntezeit nur im Winter. So ungefähr ab Mitte Dezember geht es los, die beste Qualität für die Früchte kommt von Februar an und im April ist die Saison schon wieder vorbei. 

Blutorangenmarmelade

Da dieses Obst weltweit ausschließlich in Italien angebaut wird, gibt es die Blutorangen nicht ganzjährig zu kaufen.  Außerdem reifen Zitrusfrüchte nicht nach und müssen vollreif geerntet werden. Die rote Farbe kommt von den sogenannten  Anthocyanen, sekundäre Pflanzenstoffe, die das Herz schützen und freie Radikale abfangen.

Die Bauern auf Sizilien erzählen, dass ein Glas Blutorangensaft pro Tag die Menschen 100 Jahre alt werden lässt. Außerdem enthalten die Blutorangen Mineralstoffe und 14 verschiedene Vitamine, also mehr als die normale Apfelsine. Dazu kommt daß weniger Fruchtzucker enthalten ist und der Geschmack herber und kräftigerer ist

Die Handelskette Edeka hat schon seit der Woche vor Weihnachten einen Fruchtsaft in der Kühlung, unter Eigenmarke, aus reinem Blutorangensaft. Ein herrlicher Geschmack, geradezu süchtigmachend.

Inspiriert von der Weihnachtsmarmelade eines Norddeutschen Freundes bzw. dessen Mutter, hab ich mir gedacht, daß das DIE ultimative Antwort auf normalen Orangensaft ist, der dort verwendet wird.

Blutorangenmarmelade Farbe

Gesagt getan.

Glücklicherweise hat die Firma Diamant ein neues Produkt auf dem Markt, "Gelierzucker für Gelee aus Saft", das 1:1 mit Saft angemischt wird und auf die Säure und Konsistenz von Saft abgestimmt ist.

Der Rest ist trivial: 1l Blutorangensaft mit 1kg Diamant Gelierzucker für Gelee aufkochen und dabei kräftig rühren um den Zucker zu lösen und anbrennen zu verhindern, 4-6 Minuten unter rühren sprudelnd kochen lassen und in saubere Twist- Off Gläser füllen. Nach einigen Stunden war die Marmelade fertig und der Geschmack ist sehr edel. Leicht herb, trotzdem süß und eher fest in der Konsistenz. Und diese herrliche Farbe!!!

Leider war die Farbe auf meinem Foto nicht so gut, also hab ich nochmal ein Foto aus einem anderen Blickwinkel gemacht.

Erstaunlicherweise schmeckt diese Marmelade sogar auf eher herzhaften Brot sehr gut, ich hab es auf Röstzwiebelbaguette ausprobiert, denke aber, daß die Marmelade auch zu Käse passen dürfte.

Das war ein schnelles Projekt, ideal für zwischendurch, ideal als Geschenk aber eigentlich eher das Lebensmittel was man am liebsten für sich ganz allein behalten möchte.

Viel Spaß beim ausprobieren!



Heute habe ich mir zum zweiten Mal den Film "Chocolat - ein Biss genügt" mit Johnny Depp, Juliette Binoche und Judi Dench angeguckt. Wer ihn noch nicht kennen sollte, dem würde ich raten, das dringend nachzuholen, denn es ist ein sehr optimistischer, ruhiger aber doch fröhlicher Film, wie ein Märchen für Erwachsene, voller Sinnlichkeit und Lebensfreude.

Hauptperson ist eine heidnische Mutter eines Mädchens,  sie ist Konditorin und verwendet überlieferte Familienrezepte, um unwiderstehliche Schokoladenkreationen zu schaffen, mit denen Sie ein ganzes katholisches Städchen im Frankreich der 50er Jahre umkrempelt.

Genialerweise spielt die Handlung des Films in den Wochen vor Ostern, für diejenigen, die es nicht wissen: für die Katholiken ist das strenge Fastenzeit. Enden tut der Film zu Ostern, also ist jetzt im Moment genau die richtige Zeit, um sich diesen Film (noch)mal anzugucken, ich finde das das der Atmosphäre und dem Verständniss zuträglich ist.

PralinenBeschwingt vom Film und vor allem von seiner Filmmusik (die zurecht für Golden Globe und Oscar nominiert war), die ich äußerst inspirierend finde für jegliche Arten von Handarbeiten, habe ich ganz spontan zum Ende des Films hin begonnen, Zutaten aus der Speisekammer zu nehmen.

Ich nahm eine Handvoll Zartbitterkuvertüre- Chips, schmolz sie im Wasserbad, fügte 40g gehackte weiße Kuvertüre hinzu, rührte, und gab vorsichtig und nach und nach gemahlene Chillischote (auch als Cayennepfeffer bekannt) hinzu, gerade so viel, daß es angenehm scharf ist, ohne zu lange nachzuwirken. Danach noch ein Päckchen gemahlene Bourbon- Vanille, und da ich keine Gussförmchen habe, hab ich dann begonnen die Masse mit Kakaopulver einzudicken. Als mir dies gelungen war, hab ich festgestellt, daß das Resultat zu bitter war also musste noch ein Päckchen gemahlene Vanille rein. Dummerweise hab ich vergessen das Porzelanschälchen vom Teelichtstöchen zu nehmen, sodass die Schokomasse etwas ausgetrocknet ist und ihren Glanz verloren hat. Merke: Schokolade hasst Temperaturen über 37°C.

Da ich keinen Dressiersack habe, hab ich die Schokomasse in einen Gefrierbeutel gefüllt, die Spitze abgeschnitten und kleine Häufchen auf eine mit Backpapier ausgelegte Backform gespritzt. Um das ganze appetitlicher zu arrangieren, habe ich jeweils eine ganze oder halbe gehäutete Mandel oben drauf gelegt und zum aushärten mussten die Pralinen dann für 30 Minuten in den Kühlschrank.

Im Resultat knusperten die Vanillekristalle, ich fand die Pralinen zu bitter und der Kakao hatte einen sauren Abgang. Und die Chillies waren noch sehr lange auf der Zunge zu merken. Mein Liebster hingegen fand die Pralinen sehr lecker und selbst meine Nachbarin und ihre kleinen Töchter fanden sie sehr gut.

Aber dafür, daß ich komplett ohne Rezept oder Grundlagenwissen gezaubert hab, war es ziemlich gut, denk ich.


| 2 Kommentare

Buchumschlag How to be a domestic goddesssDieses Jahr werden wir Weihnachten auf Rügen verbringen, und damit zwar meinen familiären Wurzeln sehr nahe (meine Großeltern haben viele Jahre auch mit meinem Papa dort gewohnt und gewirkt), aber trotzdem zum ersten Mal nicht mit unseren Familien. Und während meine Seite unsere Idee überhaupt nicht schön findet, hat die andere Seite es eher locker aufgenommen. Und so gab es heute schon das erste Weihnachtsgeschenk für mich von der Familie meines Liebsten.

Seit mindestens einem halben Jahr wünschte ich mir dieses eine Buch, von dem einige der amerikanischen Kreativbloggerinnen dieses Jahr ins Schwärmen gerieten, während es unter den Deutschen und den meisten Irinen völlig unbekannt ist. Völlig zu Unrecht, wie ich meine. Warum? Das will ich versuchen hier dazulegen.

Das Buch ist von Nigella Lawson, die im Jahr 2000 wegen dieses Buches zur britischen Autorin des Jahres gewählt wurde und nebenbei ne echt schön gemachte Webseite hat. Es gibt eine britische und eine amerikanische Version und diese einmal als gebundene Ausgabe und als Softcover. Der Titel lautet "How to Be a Domestic Goddess: Baking and the Art of Comfort Cooking", was übersetzt "Wie man eine häusliche Göttin sein kann; backen und die Kunst des Komfort- kochens" bedeutet

Ich habe die amerikanische Ausgabe mit Hardcover bekommen, die nur einen kleinen Nachteil hat: Temperaturangaben in Grad Fahrenheit und Mengenangaben in Löffeln und Tassen. Das Englisch ist jedoch auch für Englischsprecher, deren Schulenglisch schon etwas eingerostet ist, gut verständlich, also bloß keine falsche Scheu!

Im Buch gibt es Kapitel mit den Namen "Kuchen", "Kekse, Scones und Muffins", "Pasteten (=gedeckte zumeist Obstkuchen)", "Desserts", "Schokolade", "Kinder", "Weihnachten", "Brot und Hefe" sowie "die Speisekammer einer häuslichen Göttin", außerdem geht sie kurz auf notwendiges Equippment und Zutaten ein (erfreulicherweise nichts, was in einem guten Haushalt nicht eh vorhanden ist). Dabei fallen einem der äußerst hochwertige Druck, teilweise mit kostspieliger Goldschmuckfarbe und die äußerst ästhetischen, ganzseitigen und brillanten Fotos auf, die verdammt appetitanregend sind und von der Fotografin Petrina Tinslay stammen.

Obwohl der Buchtitel in einigen Kritiken vor allem emanzipierten Frauen sauer aufstößt, steckt nicht das dahinter, was man vermutet (Frauen gehören Hausfrauen und sollen darin Meisterschaft erlangen). Ebenfalls ist es kein reines Rezeptebuch. Vielmehr sind die Rezepte darauf ausgelegt, daß sie wohlschmeckend und auch was fürs Auge sind und der Köchin - oder dem Koch, es soll ja auch Männer geben, die sich an anspruchsvolle Pâtisserie wagen- einen guten Ruf und Erfolgserlebnisse einbringen, daher der Buchtitel.

In dem Buch gibt es viele persönliche Geschichtchen der Autorin, es macht aus einem Rezeptbuch etwas sehr gemütliches und persönliches. Als ob man mit Nigella in der Küche steht und sie einem die Geschichten zu ihren Kreationen und Gedanken zum Kapitelthema erzählt. Ich habe auch schon gelesen, daß andere es als Bettlektüre schätzen, weil es auch unterhaltsam ist. Das ist was ganz anderes als ein nüchternes Rezeptebuch mit Foto, Zutatenliste und Zubereitungsanweisung, sondern ein wahres Kunstwerk!

Es macht schon vom ersten blättern an Appetit und extrem Lust darauf, sofort in die Küche zu stürzen und was daraus nachzubacken. Dabei sind es keine "klassischen" Rezepte, sondern sie spielt oft mit den Zutaten, interpretiert Gerichte neu und innovativ, was zwar ungewohnt ist, aber sehr erfirschend und spritzig daherkommt.
Cheddarkäse im gedeckten Apfelkuchen oder Gemüsebrühe in Mince tarts zum Beispiel. Die Art und Weise so die Gerichte zu interpretieren und ihnen einen modernen Hauch zu geben und auch wirklich ungewohnte Kombinationen zu einem neuen Geschmackserlebnis zu verbinden erinnert mich sehr stark an Jamie Oliver, von dem ich ein sehr großer Fan bin. Auch die unkonventionelle Einstellung, daß man sich nicht akribisch an steife Regeln halten muss und überhaupt nur nach Perfektion streben muss um gut zu kochen ist wie bei Jamie Oliver.
Weihnachtsmuffins

In dem Buch geht es - wie Nigella selber schreibt- darum, daß man nicht auf Teufel komm raus einen Wahnsinnsaufwand ins kochen und backen stecken muss, wie es einem vielfach von anderen Kochbüchern und Sendungen suggeriert wird (es ist nur dann gut, wenn alles selbstgemacht, frisch und vom feinsten ist und man sehr viel Zeit mit der Zubereitung verbracht hat, heißt es da) und sich dabei ausgelaugt, gestresst und "nicht gut genug um mit anderen mitzuhalten" fühlt. Vielmehr soll man sich bei diesen Rezepten gut fühlen, sie sollen einfach sein, die Zubereitung einfach und schnell ohne viel Vorbereitungszeit, man soll entspannt werden, sehr viel Spaß haben und sein Selbstwertgefühl heben, wenn man merkt, daß scheinbar unüberwindbar schwer geglaubte Gerichte gelingen und man auch von anderen Lob dafür bekommt.

Als Beispiel erwähnt Nigella wie zufriedenstellend und schon fast unheimlich therapierend das Backen von Brot mit Hefeteig sein kann, obwohl viele den Aufwand fürchten. Auch ich hatte früher vor Frischhefe immer einen Heidenrespekt und hatte Schiss den Umgang mit diesem lebenden Produkt zu wagen. Ich bewunderte meine Mutter, weil sie so wunderbaren Kosunak mit Rosinen und ganzen Mandeln zu Ostern gezaubert hat und konnte mir nie vorstellen, daß ich jemals mit Hefe Freundschaft schließen könnte. Und heute weiß ich, durch die revolutionäre 5-minuten- Brot Methode aus dem Artisan Breads Buch, welche ich bei Theresia aufgeschnappt hab, was die Hefe mag und was nicht. Ich bereite Teige zu, aus denen Pizza und Brot wird, das selbst dem wählerischen Gaumen meines Liebsten sehr gut mundet und habe vor, noch viel mehr von den grandiosen Rezepten auszuprobieren und so mag es nicht verwundern, daß ich Frischhefe und Mehl stets vorrätig hab. Ich gebe zu, das Buch "Artisan bread in 5 Minutes a day" ist höchst anregend und das beste Backbuch welches ich je gesehen habe. Und trotzdem steht "How to be a domestic goddess" nicht in Konkurenz dazu, sondern ergänzt dieses im süßen Bereich hervorragend. Es gibt defakto keinerlei Überschneidungen.

Das Buch ist damit sowohl zum kochen, als auch etwas fürs Regal, denn die Fotos sind wirklich einige der besten, die es im Food- Bereich in der Zeit gab und gibt. Wer auf den Link klickt, kommt auf Amazon, wo es im Moment einen Preisnachlass von 10% auf das Buch gibt.



| 1 Kommentar

Dank Anja fand ich den Link zu Frau...äh Mutti s Seite, wo ich die Idee zum in der Küche rumpantschen bekommen habe. Da dieses Jahr irgendwie alles zu früh dran war , ich Schimmelresistentere Flaschen/ Verschlüsse haben wollte und sowieso kein Auto mehr zum rumkurven hab (Zucker+ Zitronen kaufen, Flaschen kaufen, in Buckow und sonstwo Rosen sammeln), ist mir dieses Jahr die Rosensirup und Holunderblütensirup - Saison total entgangen. Dafür hab ich jetzt trotzdem was gemacht.
LadymarmeladeDa meine bessere Hälfte ja wie schon erwähnt ein FFF ist (ein Frischfruchtfanatiker) und unsere eigene Himbeerernte noch nicht ausreichend groß ist, musste ich das Obst kaufen. Im Kaufland Köpenick, wo ich gestern u.a. Nadelspiele+ Merinowolle kaufen war, wurde ich fündig. 4 Schälchen à 125g Himbeeren, eine ebensolche Schale Heidelbeeren/Blaubeeren und 500g deutsche Erdbeeren kamen in den Einkaufsbeutel aber weil es gestern spät wurde (oder heute früh ^_- ), hab ich es erst heute geschafft. Nach dem entstielen und matschige Erdbeeren aussortieren waren nurnoch sage und schreibe 1052g Früchte übrig geblieben, sodass ich mithilfe des genialen Dreisatzes ausgerechnet hab, daß 351g Gelierzucker 3:1 ausreichen. Also Küche aufgeräumt und schnell Beeren in nen Topf gepackt, püriert, Gelierzucker rein, unter Rühren aufgekocht, 3 Minuten lang sprudelnd kochen lassen und gerührt wie ein Weltmeister - und trotzdem Kleidung vollgespritzt und alles vollgesaut. Das Zeug sprudelt aber auch doll.

Dann rein in die Gläser, verschraubt und abkühlen gelassen. Die Farbe ist rot mit blauen sprenkeln (die Heidelbeeren), duften tut es extrem intensiv nach Himbeere und der Geschmack ist leicht säuerlich aber extrem aromatisch. Haben gleich am Abend ein selbstgemachtes Vanilleeis genascht und ich hab eines der Gläser geöffnet, umgerührt und so konnte man die Marmelade, die eher die Konsistenz zwischen Gelee und Fruchtsauce hat, mit dazu genießen. Wozu das teure "Samt" von Schwartau nehmen, was total langweilig einheitlich aussieht und garantiert 3 Mal so viel Zucker enthält? ^_-

Mhh, also auch ohne Taibeeren ist diese Marmelade genial und wird von nun an garantiert öfters den Sommer versüßen, vor allem da unsere Erdbeeren schon dieses Jahr zum einfrosten gereicht haben und unsere Himbeeren angegangen sind und auch das einzelne Naschen alle paar Tage erlauben. Und die passenden Deckelhütchen und Etiketten werd ich vermutlich auch noch machen. Fazit: absolut nachahmenswert und extrem lecker! Viel Spaß beim nachkochen und Anregungen wie immer wärmstens willkommen.



| 2 Kommentare

s_kuerbismarmelade.jpgWas macht man, wenn man noch 2 große Schüsseln Halloweenkürbis übrig hat, die dritte schon dem Nachbarn gegeben hat und einen Partner hat der keine Kürbissuppe mag - und keine Lust hat das Zeug wegzuwerfen? Man probiert rum und guckt ob es schmeckt. Ich hab also zweimal je 1,5kg Kürbis püriert, Wasser dazugetan, nach eingehender Konsultation mit meinen Eltern 1 Päcken Bourbonvanillezucker, einen kleinen Schüttler Ingwerpulver und zwei Schüttler Zimt in den Topf getan, dann das wichtigste, nämlich je 500gr 3:1 Gelierzucker dazugegeben und das ganze unter Rühren aufgekocht. Hab dann solange gerührt und die Flamme groß gelassen, bis das ganze ganz droll breiig und dickflüssig war. Vom kosten her fand ich es aber nicht süß genug, also hab ich mit ein bisschen braunem Vollrohrzucker nachgesüßt, noch ne Runde köcheln lassen und dann in Gläser gefüllt. Die Konsistenz erinnert an Apfelmus, die Farbe eben an Kürbis. Bei der zweiten Fuhre hab ich notgedrungenermaßen auf den Vanilliezucker verzichtet, is aber trotzdem gut geworden. Wenn ich nächstes Jahr eigene Kürbisse hab, dann werd ich wieder Marmelade machen und trotzdem einen Riesenpott Kürbissuppe, weil Kaba und Markus mir ihr Rezept mit Brandy oder was das war geben wollen, von dem sie der Meinung sind, daß es sogar Ron gefallen könnte, weil es eben nicht das typische süßliche "eingelegter Kürbis" Aroma hat, was er so eklig findet, daß er meine Marmelade nichtmal kosten wollte.



| 1 Kommentar

Nun, heute ist sie endlich fertig geworden, meine Hagebuttenkonfitüre und sie ist ein Traum geworden. Was hab ich nicht meine Hände dafür zerkratzt beim pflücken und Ron war der Haufen Hagebutten in der Küche ein Dorn im Auge weil das unordentlich aussah. Im Nachhinein hätt ich sie lieber gleich gemacht, weil mein ständiges Aufschieben für 400gr vertrocknete Hagebutten gesorgt hat. Ok, ok, ich leg ja schon mit dem Rezept los. ^_^


Also man suche sich einen großen oder mehrere kleine Hagebuttensträucher und pflücke soviel, wie man nur kann. Je größer die Hagebutten, desto besser. Sie sollten noch etwas hart sein mit glatter Schale oder am allerllerbesten schon weich. Vertrocknete und verschrumpelte Hagebutten bitte am Strauch lassen. Wenn man die Ernte dann beisammen hat, wiegt man am besten die Hagebutten und braucht dann maximal das doppelte vom Gewicht an Zucker. Die Wahl des Zuckers ist egal, brauner und weißer Zucker sind beide ok. Wenn man nicht genug Zucker vorrätig hat, am besten jetzt noch losgehen und welchen besorgen. Dann muss man alle geernteten Hagebutten entstielen und die kleine Kappe abmachen oder mit einem Messer
abschneiden bei den noch festen Hagebutten. Danach wäscht man die Hagebutten ganz sachte indem man sie in einen großen Topf tut, Wasser rauflaufen lässt, den Topf einige Male schwenkt und das Wasser wieder abgießt. Nun gieße man das 2,5 fache der Menge an Hagebutten mit Wasser und bringe das ganze zum kochen. Nach dem aufkochen sofort von der Hitzequelle nehmen und mindestens 8 Stunden oder am besten über Nacht stehen lassen. Dieser Vorgang sorgt dafür, daß die Hagebuttenschalen weich werden und das Fruchtfleisch sich gut von Schale und Kernen löst. In der Zwischenzeit ausreichend mit leeren Gläsern versorgen, die vorzugsweise einen Metallverschluss haben sollten und falls nicht vorhanden ein großes Metallsieb beschaffen oder vom Nachbarn borgen - außerdem ein Gefäß zum auffangen der Reste bereitstellen (ein Wassermaß oder eine hohe Schüssel). Ab jetzt gibt es zwei Varianten.

Die Erste: das Wasser leicht abgießen, sodass nurnoch das zweifache an Wasser im Topf ist. Dann aufkochen, auf hoher Flamme mit einem Holzlöffel rührenderweise, die Hagebutten zerquetschend, ein Viertel des Wassers verdampfen und den Rest durch ein Metallsieb in einen anderen Topf gießen, dabei das Hagebuttenmark mit einem metallöffel durch das Sieb passieren und sehen daß nurnoch die Schale und die Kerne im Sieb verbleiben. Kerne und Schalen immer wieder ins andere Gefäß schütteln. Sobald alles vom einen Topf in den anderen umgefüllt ist, den Zucker zur Hagebuttenbrühe geben. Verwendet man den Zucker 1:1 wird es sehr fruchtig und je nach Hagebutten sehr sauer bis etwas sauer. Bis zur zweifachen Menge an Zucker ist es noch vom Charakter gleich, alles andere ist ungenießbar süß. Unter rühren weiteres Wasser verdampfen, bis nurnoch die selbe Menge Flüssigkeit übrig ist, wie vorher Hagebutten gewogen wurden. Je mehr man verdampft, desto fester wird nacher das Ergebniss.

Die zweite Variante: das Wasser leicht abgießen, sodass nurnoch das zweifache an Wasser im Topf ist. Alles aufkochen und dabei die Hagebutten zerquetschen. Wenn es kocht, die doppelte Menge der Hagebutten an Zucker zugeben und das ganze unter ständigen Rühren mit einem Holzlöffel um die Hälfte verdampfen lassen. Nun einen ganzen Tag stehen lassen. Keine Angst, durch den Zucker kann es nicht schlecht werden, der konserviert.
Nach der Zeit mal durchrühren und gucken, ob die Masse so fest ist, daß man kaum rühren kann und der Holzlöffel in der Masse steht, sollte das der Fall sein, wieder ein bisschen Wasser zugeben (Sprudelwasser ist ideal) und verrühren. Dann unter rühren (sehr wichtig!!) aufkochen. Danach die Masse mit einem Metalllöffel durch ein Metallsieb durchpassieren bis nurnoch trockene Kerne und Schalen im Sieb sind, den Siebinhalt mit dem Löffel zwischendurch immer wieder in den Abfallbehälter tun. Es kann sein daß die Masse die unter dem Sieb abfließt sehr zähflüssig ist - kein Grund zur Sorge, hierbei handelt es sich überwiegend um das Hagebuttenmark und es ist ein gutes Zeichen das zu sehen. Wenn man
alles in den zweiten Topf passiert hat, die Masse mal umrühren (mit dem gesäuberten Holzlöffel) und wieder aufkochen. Unter ständigem rühren das Wasser was man zugegeben hat wieder verdampfen und je nach Gusto auch etwas mehr. So richtig fest wird die Konfitüre eh nicht, sie bleibt immer eher flüssig.

Unabhängig von der verwendeten Variante das Ergebniss in (am besten viele kleine) Gläser abfüllen und verschließen. abkühlen lassen und dann in Schränken oder Regalen aufbewahren. Kühlschrank geht auch, man sollte dann aber vor dem Genuß die Marmelade auf Zimmertemperatur sich wieder erwärmen lassen, weil dann die Geschmacksstoffe besser zur Geltung kommen. Meine Mutter hat Variante 1 gekocht und die ist eher säuerlich und leicht heller von der Farbe. Ich hab die zweite Variante genommen und bei mir ist das Aroma durch das längere Durchziehen mit dem Zucker ganz intensiv, es ist nicht sauer sondern angenehm süß und sehr vollmundig. Viel Erfolg beim nachkochen und lasst mich wissen wie es euch
schmeckt und gelungen ist.



| Keine Kommentare

Da wir heute doch nicht nach Berlin gefahren sind, hab ich mir das Auto geborgt und bin zuerst nach Tempelberg (das nächste Örtchen von uns aus 5km geradeaus) gefahren wo ich mir 2 Knäuel von dieser wunderbaren Naturwolle geholt hab, aus der ich Papas Socken stricke. Die Wolle gefällt mir so gut, daß ich auch welche daraus haben will. Strickt sich sehr schön. Danach war ich in Buckow wo ich die Frau vom Wollladen gefragt hab ob sie mir die Bumerangferse erklären kann, aber das konnte sie zum einen nicht und zum anderen musste sie weg und hat mich recht schnell rausgeworfen. Das nennt man in Deutschland also Service und Kundenfreundlichkeit. Naja ihr Sortiment gefällt mir sowieso nicht und ihre Preise sind schlimmer als in Berlin. Wie gut daß ich die Naturwolle 50 cent/Knäuel günstiger bekam als letztes Mal. Hab mir dann im naturkostladen in Buckow leere Marmeladengläser geholt für die
Hagebuttenmarmel die ich machen will. Beim nachmittäglichen Gassigang hab ich dann auch angefangen zu pfücken doch stellte voller Entsetzen fest, daß ich vergessen hab Zucker zu kaufen *Haarerauf* und das Auto hab ich nicht nochmal bekommen. *heul* Zumindest hab ich in 2 Stunden mühevoller Arbeit die auf dem gassi- Rückweg gepflückten Holunderbeeren entstielt und eingekocht. Ron mochte den Geruch nicht und meinte er will nix davon weil es nicht "100% steril ist" und er "indusriell gefertigte" Säfte lieber kaufen wurde weil er dem mehr vertraut. Naja, die Ausbeute war mit 700ml sowieso sehr gering. Und meine Pfoten sind vollgesaut.



| 1 Kommentar

Heute hab ich den selben Pflaumenpie gebacken wie am 19.8. mit einem entscheidenden Unterschied: statt raffiniertem weißen Zucker+ Rohrzucker und Weißmehl hab ich ausschließlich karibischen Vollrohrzucker und Vollkornmehl benutzt und da die Mischung einfach zu fest blieb (wegen des Mehls natürlich) musste ich 2 Becher Joghurt nehmen. Der Teig ging schön hoch, schmeckte aber irgendwie teigig.
Meine Nachbarin Monique meinte daß Vollkornmehl völlig andere Backeigenschaften hat und daher ein anderes Rezept benötigt, man aber die Hälfte Weißmehl problemlos mit Vollkornmehl ersetzen kann. Ron schmeckte der Kuchen nicht ganz sooo gut wie der erste, also denk ich werd ich es nächstes Mal wieder mit mehr Weißmehl versuchen. Lecker wars trotzdem und so schnell verputzt, daß ich nichtmal ein Foto machen konnte.



| Keine Kommentare

s_pflaumenkuchen.jpg

Da ich neulich meine Oma und meine Ma nach ihren besten Pflaumenkuchenrezepten gefragt hab und wir zur Zeit (mehr oder weniger) reife Pflaumen haben, hab ich heute Pflaumenpie gebacken.
So schaut er aus. ->
Und schmecken tut er noch viel besser, sogar Ron hat mich dafür gelobt, ebenso seine Mama.
Wer das Rezept haben möchte, einfach mal melden.



| 2 Kommentare

Olé, olé es gibt Gelee. ^_^
Ron half mir nach dem gassigehen beim pflücken der wild wachsenden Sauerkirschen - sauerkirschgelee2.jpggottseidank ist er ja größer als ich und kam besser an den Baum. Tja, in unserem Garten in Sofia hatten wir unsere 5 Sauerkirschbäume auf Hobbithöhe (ich bin 1,63m hoch und hab 26cm lange Füße). ^_^; Da war das Pflücken nie ein Problem. Vor dem Gelee hat der liebe Gott ja das entsteinen gesetzt und so stand ich eine Weile wild fluchend an der Küchenspüle und trennte Kirsche von Stein. Selbst Ron der Frischfruchtfanatiker ("Marmelade ist eine Vergewaltigung der schönen Früchte - frisch essen ist besser") der ja schon den Geschmack der frischen schwarzen Johannisbeeren komisch fand, hat mich gewähren lassen weil die Sauerkirschen selbst ihm (er liebt saure Apfelgummis) zu sauer waren. Nach dem entsteinen sah ich aus, als hätte ich jemanden geschlachtet. Wenn ich doch zu meinem Alaun noch Weinrahm und nen Kessel hätte wär das sicher ne interessante Naturfarbe. s_sauerkirschgelee1.jpgEinkochen ging genauso fix wie mit den Johannisbeeren, nur diesmal hab ich nach reinem Gelee und Gelee mit ganzen Früchten getrennt und jeweils ein ganzes Glas voll erhalten. So langsam füllt sich der zweite Kühlschrank, bin ja gespannt wie das schmecken wird.



| Keine Kommentare

Nachdem ich letzten FR unsere gesammten schwarzen Johannisbeeren geerntet hab und Kaba *wink* s_johannisbeermarmel.jpgnach einem Rezept gefragt hab weil mir Magpies Rezept so gut gemundet hat als ich bei ihnen zu Besuch war, wagte ich mich heute selber ran. Beeren mit Wasser aufgekocht, flüssiges von Schale und Kernen getrennt und dann mit Gelierzucker 3:1 aufgekocht. Kurz köcheln gelassen und abgefüllt auf die leeren Gläser die ich trotz Rons Wegwerfwahn aufheben konnte. Fertig. Und das Ergebniss kann sich sehen lassen.
Jetzt kann der Winter ruhig kommen, ich hab Marmel! ^_^; Ich mein die 36°C die wir gestern hatten sind schön und erinnern mich an Bulgarien, aber in nem halben Jahr ist schon Winter.



| Keine Kommentare

Heute war ich auf dem Rückweg von Berlin wo der Picasso von einem Kaufinteressenten gesichtet wurde in der Bergschäferei in Garzau- Garzin. Die Bergschäferei, genauer die Besitzerin hatte auf dem Buckower Gartentag einen Stand, wo sie mir selbstgemosteten naturtrüben Apfelsaft aus einem Faß in eine leere Flasche mit Korkverschluss abgefüllt hat. Der beste Apfelsaft den ich je getruken hatte war das! Ich hatte sie vorher angerufen und nachgefragt ob sie da ist. s_holunderbluetensirup.jpg

Sie hatte eine frische Lieferung Flaschen bekommen und zählte mir welche ab die sie mit Korken versah. Ich schaute mir derweil die Katze mit ihren drei 1 Woche alten Jungen an, die zwar noch blind waren aber trotzdem schon über ein ausgeprägtes Mauzen verfügen. Und diese winzigen Näschen und Öhrchen! Und diese winzigen Pfötchen mit den kleinen Krallen und den winzigen Ballenkissen. Hammermegasüß und alle drei noch zu haben. Leider will Ron keine Katze weil wir ja schon Miyu haben um die wir uns kümmern. Und bevor ich Geld für Futter und Tierarzt für ne Katze ausgebe investiere ich lieber in einen Shiba Inu. Natürlich nahm ich noch eine Flasche Apfelsaft mit, die diesmal Ron verbraucht hat. Am abend hab ich dann den Inhalt des Eimers abgeseiht und in meinem größten Topf aufgekocht und in die Flaschen gefüllt. Nur 750mll hab ich nicht abgekocht, sondern mit Wasser auf 1l gestreckt und in eine bauchige 1,5l Flasche gefüllt. Daraus soll ein Holunderblütensekt entstehen. Zum gären bringen die im Holunder enthaltenen Hefezellen das Gebräu, sie können sich vom Zucker ernähren und als Säure ist ja Zitronensaft drin und das Kohlendioxid hat 05l Platz in der Flasche. Die Gärung stoppt laut einer Webseite zu dem Thema sobald das Kohlendioxid die gesammte Flasche ausfüllt und den Vorgang sozusagen erstickt. Wenn man Pech hat kann aber auch die Flasche explodieren. So, genug rumgesaut, wie gut daß wir einen Geschirrspüler haben.



| Keine Kommentare

Heute nutzte ich die Zeit damit, um nach Buckow zu fahren, wo nächstes Wochenende das Rosenfest stattfinden wird. Buckow ist eine Kurstadt, ein nach Kneipp anerkannter Kurort mit Wassertretstellen und unter anderem einer Mutter - Kind Klinik. Eine richtig schniecke Stadt ist das mit vielen tollen Lädchen und vielen Seen und prächtigen Villen und einem Schlosspark, einer Wassermühle mitten in der Stadt und einem Kleinbahnhof. Sogar ein kleines Kino gibt es hier -es ist das von uns aus nächste. Ich liebe Buckow, wenn wir nicht schon in Müncheberg n Haus hätten und wir Buckow vor dem Kauf gekannt hätten, wären wir vielleicht dahin gezogen. Buckow hat als Stadtwappen viele Rosen, ich finde das sagt schon alles. Buckow fährt sich zwar etwas "aufregend" weil steile Straßen mit uneinsehbaren Kurven und verhältnissmäßig viel Verkehr einem Fahranfänger wie mir noch immer Respekt einflößen aber die Edelrosen und Wildrosen hier waren absolut die Mühe wert. s_rosensirup.jpg Auf dem Rückweg hab ich einen Plastikeimer und ein Nudelsieb sowie Zucker und Zitronen besorgt und dann Rosenblütensirup gekocht. Natürlich nur knapp 1,5l weil ich nicht so viele Rosen hatte die stark genug duften. Die Farbe ist echt der Hammer. Wenn man die Blütenblätter ausgekocht hat ist das Wasser so schmuddelig beige. Erst Zucker und vor allem Zitronensaft zaubern das herrlichste unaufdringliche Pink was man sich vorstellen kann. Am Nachmittag ging ich mit Yuki gassi und erleichterte, nachdem ich vorher meine Ma nach dem Rezept befragt hatte, die Holunderbüsche im Philippinenhof und außerhalb um gute 60 Blüten. Ich setzte also den Sirup an, ca. 8l Wasser mit viiiiel Zucker und 10 Zitronen. Da sowas ja 3 Tage ziehen soll werd ich jetzt immer wenn ich vorbeikomme rühren und hoffen daß ich bald zur Bergschäferei nach Garzau- Garzin komme um dort leere Flaschen zu besorgen.



| Keine Kommentare

Regelmäßig lesen


Aktuelle Einträge

Februar 2017

      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28        




Ich bin in erster Linie ein Spontaner Idealist
Ich bin aber auch ein innovativer Denker

Aktionen


Mondphasen

CURRENT MOON

Flickr Photostream

www.flickr.com
Dies ist ein Flickr Modul mit Fotos in einem Album namens handmade. Erstellen Sie hier Ihr Modul.

In Arbeit

Aran- Babyjäckchen nach eigenem Muster
100%

Elisas "Tasmanischer Teufel" Socken
100%

Blauer Schal
10%

Mollys Lace Headband
10%

Marys Garden Mystery Socken
70%

Rons "Männersache" - Socken
2%

blaue Socken für Ron
12%

blaue Merino -Handschuhe für Ron
35%


Auszeichnungen