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Heute mal wieder in Strausberg zu tun gehabt und wie immer, wenn danach noch Zeit und Luft ist, und ich zentral bin (Strausberg ist zwar nur eine Kleinstadt, aber zieht sich dafür in die Länge über satte 4 S- Bahnstationen mit großen Abständen dazwischen) noch in den Handarbeitsladen geguckt.

Und ich stelle immer wieder fest, daß man nicht mal ins Idee am KaDeWe gehen muss, um von Zubehör umgeben zu sein, das man gerne besitzen möchte, so ein kleines Lädchen wie das Stoffstübchen Strausberg (welches übrigens eine übersichtliche aber moderne Webseite hat!) langt da völlig.

Stoffstübchen Strausberg SchaufensterDas der Monat immer zu lang fürs Geld ist, ist ja normal, aber heute war das besonders schmerzhaft. Und zwar nicht auf den Blick auf die tollen Stoffe, Schnittmuster, Stickgarne, meinen geliebten addi Metallrundstricknadeln, ja nichtmal bei den superschönen Garnen von Lana Grossa, Mondial und Opal.

Nein, es sind immer diese kleinen Sachen, vor allem von Prym, die Begehrlichkeiten wecken und mir immer die Defizite in meiner Nähkiste aufzeigen: Nähgarne, Stopfpilz, Stretchnähmaschinennadeln, Zwillingsnadel für Stretch, Wollflusenkamm, Nahtwender, Elastikeinzieher, Gummibänder, andere Nähmaschinennadeln, Markierstifte mit feiner Miene zum Schnittmuster übertragen oder für Applikationen, eine schöne schwere Schneiderschere und ein Rollschneider... alles größtenteils Kleinkram, aber doch Dinge, die einem das Arbeiten erleichtern und beschleunigen.
Vor allem wenn man vorhat, noch viel mehr selber zu schneidern als bisher.

Und doch schleiche ich seit 2006 um die meisten Sachen rum und muss drauf verzichten.

Bleibt nur zu hoffen, daß ich bald mal wieder eine Glückssträhne hab und einige Honoraraufträge an Land ziehen kann, mit denen sowas kein Traum bleiben muss. Auf die Dauer isses nämlich echt frustrierend, nicht nur bei Büchern und Stoffen im Hintertreffen zu sein, sondern auch mit so absoluten Basissachen, die eigentlich in jede Nähkiste gehören.


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s_juliennehut.jpgWas macht man, wenn der Lieblingsnachbar zwei absolut niedliche Töchter hat, man die jüngere einfach nur zuckersüß findet und keine eigenen Kinder zum ausstaffieren hat? Was für sie machen, jawohl! Ich hab mir vor anderthalb Jahren zusammen mit Shiva in nem teuren Stoffgeschäft in Berlin - Charlottenburg einige Stoffe für meine MA Klamotten besorgt, ebenso wie sie. Dadrunter war ein dichter, dicker und warmer Stoff aus dem ich nach Anleitung aus einer ganz frühen LARPzeit eine Gugel geschneidert hab. Es blieben noch einige Reststücke übrig, die ich aus Gewohnheit natürlich aufgehoben habe. Vor ungefähr einem halben Jahr hab ich zusammen mit Monique, Lieblingsnachbar Svens Frau die beiden Prinzessinen ausgemessen. Ich hatte schon damals die Mütze mit der Hand und einem Wollfaden genäht, allerdings musste ich sie zusammen mit Sven der Stirnhöhe von Julienne, seiner Kleinen nochmal feststecken. Heute hab ich nun einen Rappel bekommen, denn heute kam Sven nach einem Monat endlich aus Bayern wieder, wo er mit den Kids auf Vater - Kind Kur war und brachte mir Fichtenzapfen mit. Ich hab ihn und die beiden schon ganz arg vermisst denn in der Zeit war es immer dunkel, einsam und Monique hatte immer viel zu tun und die Gelegenheit sich zu treffen gab es irgendwie nie. Naja, heute nun hab ich die Mütze aus meiner Kiste mit den unfertigen Projekten rausgeholt und mit der Hand die Stirnseite festgenäht, die schon umgeschlagen und markiert war. Danach hab ich aus dunkelrotem Filz eine Blume und zwei Blätter ausgeschnitten und diese auf die Mitte genäht, aber so, daß die Nähte nicht bis auf die Unterseite durchstechen, sondern quasi im Umschlag verschwinden. War ganz schön aufwendig. Jetzt ist es bald so kalt, daß die Mütze gute Dienste leisten wird und die Kleine mochte die Farbe ja schon, als sie die Mütze anprobiert hat. Ich bin sicher daß sie sich schon jetzt nicht mehr daran erinnern kann und ich ihr die fertige Mütze zu Weihnachten schenken kann. Ich hab mir vorgenommen der Familie noch einige Geschenke zu basteln, nähen und stricken, man darf also gespannt sein. Meiner Erfahrung nach schätzt diese Familie im Gegensatz zu meiner Familie gottseidank selbstgemachte Sachen.



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