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Zugegebenermaßen, mein erster Versuch mit Bambusnadeln von Prym war nicht besonders angenehm, ich stricke sehr fest und für mich gab es - im Vergleich mit den Nadeln von Prym oder denen die man bei netto und LIDL bekam- einfach nichts besseres als die 20cm Aluminiumnadeln von addi. Glatt, stabil, leicht, die Maschen gleiten perfekt. Babmbusnadeln waren zu biegsam und zwei brachen - und sie waren fast genauso teuer (die von Clover waren sogar teurer). Nun, gut 6 Jahre später, habe ich einen neuen Anlauf gemacht.

Next Bambusnadeln

Eigentlich ungeplant, denn meine Spiele sind alle besetzt und die Nadeln, die in den Aldi- Strumpfwollpaketen dabei waren, sind rauh, schwer und die Spitzen sind ungeschliffen. Zusammen mit der dünnen, spleißenden Strumpfwolle von aldi ist das stricken zum abgewöhnen.

Da meine Mutter mir aber genau diese Wolle in die Hand gedrückt hatte und sagte: strick mir mal bitte Socken, ich geb dir auch ein Honorar dafür, ließ es sich nunmal nicht verhindern.

Und so nahm ich das Geld was ich von meiner Oma zu Weihnachten bekommen hatte und wollte mir neue Nadeln besorgen. Zwischen den Jahren wäre der Laden in Buckow sicher zu, so nahm ich an, und bis nach Berlin wollte ich nicht fahren mit dickem Schnupfen und Robin zusammen. Gottseidank gibt es ja mittlerweile in Müncheberg, sogar von mir aus nur die Straße den Berg runter die "Kleine Handwerkstatt" die eine Marktlücke in der Region bedient.

Dort gibt es, wie ich feststellen musste, ausschließlich Bambusnadeln, also hab ich die gekauft. Ich hab meine üblichen Stärken 2,5 und 3mm genommen und jeweils 5,90 Euro pro Nadelspiel bezahlt. Ein guter Preis wenn man bedenkt daß das immernoch weniger ist als im Versandhandel mit Versandkosten. Die Stricknadeln sind von der Firma NEXT, man bekommt grundlegende Informationen auf der Seite des Produktes und bestellen kann man sie in der Wollfactory.

Tichiro hat auf ihrem Blog rausgefunden, daß die NEXT- Garne identisch zu denen von NORO sind, also ist davon auszugehen, daß die Nadeln ebenfalls von dort kommen. So kann ich guten Gewissens sagen, daß die Bambusnadeln aus meinem Lieblingsland Japan kommen.

Das Strickerlebnis ist ganz anders als damals. Die Nadeln sind erstaunlich stabil, nicht biegsam, geben nicht so arg nach und fühlen sich auch generell wertiger an. Und die Hersteller haben Recht, die Hände werden nicht kalt oder schwitzig und das geringe Gewicht ist wunderbar. Das Arbeitstempo ist dadurch deutlich erhöht und es strickt sich ganz angenehm, selbst wenn die Wolle eine Katastrophe ist.

Ich werd nicht dafür bezahlt das zu sagen, aber für die NEXT Bambusstricknadeln fürs Sockenstricken kann ich eine ganz klare Kaufempfehlung aussprechen: selbst für die Brettstricker ausgezeichnet stabil und angenehm. Könnt mir sogar vorstellen daß man im Flugzeug damit weniger Ärger hat. Klasse Nadeln, in nur einem Tag mehr gestrickt als vorher in den 2 Wochen davor.



Heute Mittag guckte ich nochmal in den Müncheberger Anzeiger, um zu überprüfen, welche der Veranstaltungen die ich besuchen wollte wann stattfinden, stellte fest daß ich einige ungewollt verpasst hatte und daß heute der letzte Tag des Osterknopfmarktes ist, den die frisch umgezogene Kleiderkammer veranstaltet.

Die Zeitschriftenanzeige sah so aus:

osterknopfmarkt.gif


Also schnappte ich mir schnell meinen Sohn, schwang mich ins Auto und fuhr rüber. französisches HäkelgarnNachdem ich mich durch das Gewirr von Eingängen, Treppen, Brücken und Gebäuden gekämpft hatte, fand ich die Räumlichkeiten und einige sehr nette und hilfsbereite Mitarbeiterinnen.

Es standen alte benutzt aussehende Stricklieseleinige alte, teils nicht funktionstüchtige Nähmaschinen dort und ein Stand war aufgebaut mit fertig in Celophan verpackten "Geschenktütchen". Und eine Kiste voll unverpackter "Nähkästchen", einem winzig kleinen Kartonboden gefüllt mit allerlei Nähzutaten.

Entweder waren die bunten Sachen schon an den ersten beiden Tagen weggegangen oder aber zu der damaligen Zeit, als die Sachen produziert worden waren gab es eher nur gedeckte Töne. Ich guckte mir erstmal alles an, und stellte mir mein eigenes Nähkästchen zusammen.

Nebenbei entdeckte ich goldfarbener Stofresteinige alte Schätze, etwa eine Strickliesel, ein Kästchen mit schönem bunten Stopfgarn, das ich schonmal in nem Buch gesehen hatte, und einen Stoffrest.

Jedes einzelne Röllchen Nähgarn, jeder Reissverschluss und überhaupt alle Teile und Knopfkarten ließ mich aufjauchzen. Sei es das grobe Leinengarn, das Stopfgarnkästchen oder ein Papierpäckchen mit Haken und Ösen. Auf jedem Etikett und jeder Verpackung entdeckte ich interessante und kuriose Beschriftungen. Schachtel mit buntem StopfgarnJeder Name verstetze mich in Erstaunen, wo überall in der DDR Volkseigene Betriebe, sogenannte VEB's gewesen waren die textiles hergestellt hatten. Einer meiner liebsten VEB's ist der VEB Wittenberge, wo die Veritas Nähmaschine gefertigt wurde, die ich als Dauerleihgabe von Rons Mutter erhielt. Ihr sollte ich vielleicht ein eigenes Kapitel widmen, aber so viel sei verraten: in "meiner" Veritas Nähmaschine steckt laut Fachmann (repaiert seit 50 Jahren vor allem Veritas) der Motor einer Singer Industrienähmaschine, nur der Kolben wurde auf haushaltsübliche Länge geschrumpft, wie er es ausdrückte.
Zwei Reißverschlüsse Reißverschlussdetail


Erbeutet habe ich also eine DDR Strickliesel, 2 weiße kuschelweiche dicke je 50g Baumwollhäkelgarne die, man höre und staune, in Frankreich von Georges Picaud hergestellt wurden und bei 60°C waschbar sind. NähgarnAußerdem einen Stoffrest eines goldenen Möbelstoffes mit Jaquardwebmuster ca. 1,50m lang, einen 78cm Reissverschluss, einen 20cm Reisverschluss für 95 DDR- Pfennig was meinem Mann zufolge so viel Wert war wie 19 gute Brötchen, ein Kästchen mit 11 von eigentlich 12 Knäulchen Stopfgarn aus der VEB Zwirnerei Sachsenring aus Glauchau in Sachsen für 50 DDR- Pfennig die Schachtel.Leinengarn An Nähgarnen 1000m "Astrafin Super" brauner Baumwoll Nähfaden "lilastern" merzerisiert aus der "Zwirnerei und Nähladenfabrik Astra" in Dresden, Obergarn mercerisiert 200m reiner Baumwolle die auch gasiert wurde in weiß, eine große Rolle cremeweißen Baumwollnähgarns ohne weitere Bezeichnung aber ziemlich dick und robust aussehend,vier verschiedene Nähgarne 2 Rollen "Dreiecckgarn" Baumwollzwirn in dunkelgrau und mittelbraun mit je 200m Lauflänge zu 75 DDR- Pfennig pro Rolle und aus dem VEB Oberlausitzer Textilbetriebe und als kleines Highlight ein sehr robustes aber zugleich glattes Leinengar in naturfarben.

brauner SticktwistDazu kommt noch ein Baumwollstickgarn in dunkelbraun der Marke "Elstra" , 5g und merzerisiert aus dem VEB Zwirnerei und Färberei Berga an der Elster und ein VIF Nahtband in mittelgrau ca. 1,5cm breit und 5m lang aus Baumwolle,Nahtband bis 40°C waschbar für 40 DDR- Pfennig und hergestellt im VEB Bandtex Pulsnitz.

Früher wurde wohl auch viel in Papier und Pappe (nachwachsende kompostierbare Rohstoffe) verpackt, so auch das Päckchen mit je 24 eisernen "Solidor Haken und Augen" für 23 DDR- Pfennig aus dem VEB Solidor Dresden bunte Knöpfedie auch 20 Jahre nach der Wende noch einen äußerst soliden und optisch gefälligen Eindruck machen.

Und was wäre ein Knopfmarkt ohne Knöpfe?Schachtel mit Druckknöpfen In meinem Fall waren es einige rote Plastikknöpfe, dunkelrote Textilknöpfe, lose dicke und dünne, große und kleine Permuttknöpfe in verschiedenen Stärken! Reines Perlmutt wo man sich im Laden heutzutage dumm und dämlich zahlt. Außerdem durchsichtige Plastikknöpfe, ein Plastikschächtelchen von "garantiert rostfreien" Druckknöpfen aus dem VEB Solidor Dresden mit 10 Stück die nagelneu aussehen und 2 kleineren die leicht brüniertHaken und Ösen sind sowie 3 Haken ohne dazugehörigen Ösen.

ein ungewönliches Päckchen mit Plastik- WäscheknöpfenDann kam noch eine große Knopfkarte mit garantiert mangel/koch/bügelfesten Textilen Wäscheknöpfen, eine kleine Knopfkarte mit großen geschliffenen Perlmuttknöpfen aus der Knopffarbik im Kyffhäuser, eine Knopfkarte mit kleinen 14mm und 10mm textilen Wäscheknöpfen einmal der Marke Prima und einmal die "rosten nicht" Original Astor Wäscheknöpfe.altmodische textile Wäscheknöpfe

Ganz besonders verpackt sind auch die 18mm breiten 10 koch- und mangelfesten "Hohwald komplex" Wäscheknöpfe aus Plastik mit einer rauhen Seite und zu 36 DDR- Pfennig das Päckchen.

Es war eine Reise vielfältiges Knopfsortimentin die Vergangenheit und wirklich wie so eine Schatzbergung. Der Nähmaschinenfachmann Herr Wendt sagte "in der DDR wurden die meisten Geräte für die Ewigkeit gebaut, denn die mussten möglichst lange halten" was ich aus der Erfahrung mit unserem Torgauer Mixer und Beilroder Nähmaschine aus der DDR, die deutlich älter als ich selbst sind, und die noch einwandfrei funktionieren. Ich vermute daher daß auch Nähzubehör diesen Ansprüchen an Langlebigkeit gerecht werden musste und auch wird.

Ich hoffe ich grabe noch viele solcher Schätze aus und berge noch mehr solcher Kostbarkeiten. Ich steh ja total auf Bücher aus den 50er Jahren und auf alte Werkzeuge. Auf meiner Wunschliste stehen noch alte Schuhmacher und Hutmacher, Schneider und sonstiger Werzeuge, Hutstumpen, eine Butterschleuder und ein Waschbrett.große Perlmuttknöpfe

Ach ja, als ich meine Beute bezahlte, fiel mir ein unscheinbares Blatt in die Hand, das sich als einige zusammengetackerte A4 Blätter entpuppte,noch mehr Perlmuttknöpfe und auf dem "Nähmaschinenführerschein" stand. Ich bekam ein Exemplar gratis mit nach hause. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr im nächsten Eintrag.


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Heute mal wieder in Strausberg zu tun gehabt und wie immer, wenn danach noch Zeit und Luft ist, und ich zentral bin (Strausberg ist zwar nur eine Kleinstadt, aber zieht sich dafür in die Länge über satte 4 S- Bahnstationen mit großen Abständen dazwischen) noch in den Handarbeitsladen geguckt.

Und ich stelle immer wieder fest, daß man nicht mal ins Idee am KaDeWe gehen muss, um von Zubehör umgeben zu sein, das man gerne besitzen möchte, so ein kleines Lädchen wie das Stoffstübchen Strausberg (welches übrigens eine übersichtliche aber moderne Webseite hat!) langt da völlig.

Stoffstübchen Strausberg SchaufensterDas der Monat immer zu lang fürs Geld ist, ist ja normal, aber heute war das besonders schmerzhaft. Und zwar nicht auf den Blick auf die tollen Stoffe, Schnittmuster, Stickgarne, meinen geliebten addi Metallrundstricknadeln, ja nichtmal bei den superschönen Garnen von Lana Grossa, Mondial und Opal.

Nein, es sind immer diese kleinen Sachen, vor allem von Prym, die Begehrlichkeiten wecken und mir immer die Defizite in meiner Nähkiste aufzeigen: Nähgarne, Stopfpilz, Stretchnähmaschinennadeln, Zwillingsnadel für Stretch, Wollflusenkamm, Nahtwender, Elastikeinzieher, Gummibänder, andere Nähmaschinennadeln, Markierstifte mit feiner Miene zum Schnittmuster übertragen oder für Applikationen, eine schöne schwere Schneiderschere und ein Rollschneider... alles größtenteils Kleinkram, aber doch Dinge, die einem das Arbeiten erleichtern und beschleunigen.
Vor allem wenn man vorhat, noch viel mehr selber zu schneidern als bisher.

Und doch schleiche ich seit 2006 um die meisten Sachen rum und muss drauf verzichten.

Bleibt nur zu hoffen, daß ich bald mal wieder eine Glückssträhne hab und einige Honoraraufträge an Land ziehen kann, mit denen sowas kein Traum bleiben muss. Auf die Dauer isses nämlich echt frustrierend, nicht nur bei Büchern und Stoffen im Hintertreffen zu sein, sondern auch mit so absoluten Basissachen, die eigentlich in jede Nähkiste gehören.


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Am Freitag abend bestellt, heute schon da- ich bin restlos begeistert!

Bei Tichiro im Shop habe ich total dünne, aber sehr robuste und vor allem nickelfreie Stricknadeln aus Stahl in 4 Stärken und 3 Längen der Firma HiyaHiya entdeckt, und mich sofort verliebt, bin allerdings wochenlang drumrum geschlichen- bis jetzt- 0,7mm und 1,2mm in der klassischen Standardlänge von 20cm mussten es für mich sein.

Bei den Babyschühchen hab ich es schon geschafft, 2mm Aluminium- Sockennadeln von addi zu verbiegen, die mein Liebster dann permanent wieder geradebiegen musste, aber das lag daran, daß das Garn viel zu dick dafür war und weil ich sehr fest stricke.

Hier will ich mit der dünnen Merinowolle, Sockenwolle und Lacegarn (wenn ich mich denn endlich zwischen dem "Centolavaggi" von filatura di crosa, dem "Filigran" von Zitron und dem "MerinoSilk" von Grinasco entscheiden kann) arbeiten, also genau richtig.

Ich bekam sofort eine Bestelleingagsbestätigungsmail, gleich am Montag (jeder braucht sein Wochenende) eine Mail mit der Statusänderung "in Bearbeitung" und da ich am Freitag überwiesen hatte, war das Geld bereits am Montag in Hamburg.

Da am Montag die Post schon durch war, hat Tina den Umschlag gestern mittag in die Post getan, was ich ebenfalls über die Statusänderung der Bestellung sehen konnte, und die gelben Schnecken waren tatsächlich mal richtige Rennschnecken und über Nacht war die Post schon da, sodass heute Mittag meine Sendung schon dabei war.

Metallstricknadeln VorderseiteMetallstricknadeln Rückseite


Die Nadeln selbst enthielten in der Verpackung einmal eine Stopfnadel und einmal ein locking stitch marker von Clover, farblich zu meinen anderen passend. Wow, so ein nettes Gimmick! Und die Nadeln sind herrlich glatt, fühlen sich an wie Seide.

Und als Beigabe gab es von Tichiro sogar noch eine Strickanleitung für Handstulpen dazu, die sonst kostenpflichtig ist, als kleines Geschenk.

Fazit: super Nadeln, gute Qualität, kundenfreundliche Firmenphilosophie, erstklassiger Service bei Tichiro im Shop, angemessene Portokosten und 1A Postlaufzeiten! Ich kann diesen Onlineshop guten Gewissens allerwärmstens empfehlen und werd sicher treuer Kunde bleiben. Ich muss nur wahnsinnig aufpassen, daß ich im Budget bleibe, denn das Angebot ist so verführerisch, daß ich da so richtig über die Stränge schlagen könnte und den Bestellfinger nur schwer besänftigen kann.



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Seit Monaten wird ein Wunsch immer stärker. Es wird schon fast ein Drang. Umso schlimmer, da ich kiloweise allerfeinste langfaserige Merino im Schuppen liegen habe und letztes Wochenende ein zweitägiger Spinnkurs in Dahmsdorf bei Habondia stattfand, mit dem ich mich nur zu gern getröstet hätte weil ich nicht zum Tavernencon konnte.

Dieser größte Wunsch ist natürlich nur aufs Handarbeiten beschränkt. In jedem Lebensbereich hat man ja größte Wünsche, aktuell bei mir etwa sowas wie Familie, große Badewanne, bessere Gesundheit, gesunder Hund, Anerkennung, musikalischen Fortschritt, hübsche kuschelige Kleidung, Freunde die einen nicht vergessen, einen fleissigen Weihnachtsmann, Pflanzensamen in Hülle und Fülle... aber ich schweife ab

Hier ist er nun, mein größter Wunsch für die Bastelecke:

Heykeys Spinnrad

Also natürlich mit Doppeltritt und 20 Jahren Garantie. Und wo wir dabei sind uns was zu wünschen, sämtliche zurückliegenden Ausgaben+ ein Abo dieser Zeitschrift würde mich begleitend oder als Anfang auch irre glücklich machen. Seit Jahren schleich ich schon um diese fabelhafte Zeitschrift und werde mir schmerzlich meines beruflichen und finanziellen Status bewusst- mittlerweile sind einige Ausgaben nurnoch als schwarzweisskopien verfügbar und nicht im Original bunt:

Zeitschriftencover Lavendelschaf 11



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Heute kam also das Abo von Handgefärbt an.

handgefaerbtabostraenge
Der zweite Strang von links ist mein Favourit, wurde extra in "meinen" Farben gefärbt. Den ganz links mag ich auch gern, nur dieser helle Grünton ist nicht mein Fall - ebensowenig wie das Mintgrün im zweiten Strang von links, der ansonsten sehr passend und stimmig ist. Diese Stränge sollten ja in Herbstfarben sein und da die Halloween 2006 Färbungen (für Fotos mal archive.org aufsuchen) von Kirsten so genial sind, dachte ich daß es im Abo sicher auch so gut rüberkommt. Der Strang ganz rechts ist aber meiner Meinung nach eher in den Sommer einzuordnen mit diesen hellen orange,pink, rosatönen. Das Grün im rechten Strang ist zwar auch nicht unbedingt mein Fall, bin nunmal weder grün - noch blau - Fan in Sockenwolle, was Kirsten dank des Fragebogens auch wusste, aber gut, andere hat es ja teilweise noch schlimmer getroffen, will ich mich nicht beschweren. Das dunkle rot und dieses dunkle blaugrün alleine sind ja Herbstfarben und passen wirklich prima, aber diese hellen Töne zwischendrin haben sowas Hawaiimäßiges.

In dem Paket war auch noch ein Abogeschenk enthalten, von dem ich - im Vergleich zum Sommer - Abogeschenk welches ich bei anderen Abokundinnen in den blogs gesehen habe, sehr enttäuscht war.handgefaerbtaboherbstabogeschenkIch finde die Idee an sich sehr schön und lieb, daß überhaupt ein Abogeschenk drin war, jedoch war die Ausführung nicht sehr sorgfältig. Zum einen ist diese Krone eine extrem verpixelte Clipart der man drei Meilen gegen den Wind ansieht, daß es auf einem Tintenstrahldrucker ausgedruckt wurde und nicht der Druckgröße angepasst war. Zum anderen ist mein Exemplar an der einen Seite nicht sorgfältig genug geschnitten worden, sodass man einen schwarzen Rand sieht. Dann ist dieses Pergamentartige Papier beim einlegen geknittert und dadurch daß das Papier von der Länge her nicht den kompletten verfügbaren Raum ausfüllt hat es sich bei mir unschön verschoben.

Mir ist bewusst, daß es bestimmt an die 30 -50 Abokundinen geben muss (zumindest entsteht der Eindruck wenn man in Kirstens blog über die Färbungen, Zeit und Aufwand liest und die Fotos sieht) und daß dann keine Zeit bleibt individuell auf deren Farbwünsche einzugehen und daß Abogeschenke vermutlich unter extremen Zeitdruck entstehen. Mir ist auch bewusst, daß ich an eine 1 - Mann Firma mit den Ansprüchen rangehe die ich bei jeder gewerblich arbeitenden Person rangehe, aber wenn man merkt, daß man Erfolg hat, dann sollte man meiner Meinung nach den Kundenservice groß schreiben und zusätzliches Personal einstellen.

Ich bin mir sehr unschlüssig, ob ich dieses Risiko nochmal eingehe und auch das Winterabo bestelle, aber da es ja im Winter wirklich nur gedeckte Farben geben sollte, dürfte das vermutlich nicht ganz so schwer werden, weswegen ich es wohl machen werde.

Hier ist meine allererste selbstgestricke Socke für mich aus Sockenwolle. Sie ist aus der "kubansiche Nächte" Wolle von Handgefärbt. Leider warte ich nun trotz Bezahlung seit 1 Monat und 3 Tagen auf bereits im April und Mai gekaufte Stränge von handgefärbt, die laut Auskunft von Kirsten vor 1 Monat und 3 Tagen mit der deutschen Post verschickt wurden. Als diese vor 2 Wochen noch nicht dawaren, hat sie mir schriftlich zugesagt, daß sie einen Nachforschungsauftrag an die deutsche Post gestellt hat. Ich habe zweimal pe Mail angefragt, ob sie schon irgendwelche Ergebnisse hat und was sich denn nun rausgestellt hat - wo meine Wolle denn nun gelandet ist. Dummerweise war ja Abozeit und meine Mails blieben unbeantwortet. elisas erste sockenwollsockeDie Organisatorin des Summer-Swaps meint, die Mails seien vielleicht in Kirstens Spamfilter gelandet oder vielleicht mal wieder verlorengegangen. Ich hab also nochmal angerufen und aufs Band gesprochen, denn Kirsten ist kaputt vom Abofärben und gönnt sich einen wohlverdienten Kurzurlaub.
Ich hatte schon wegen dem letzten Abo Geduld wegen bestimmter Färbungen gehabt.
Ich denke aber, wenn eine gewerblich handelnde Person merkt, daß Mails verstärkt verloren gehen, was vor einem halben Jahr bei Kirsten der Fall war, dann sollte man annehmen dürfen, daß dieses Problem behoben wird. Ich hätte zumindest erwartet, wenn so ein dummer Fehler mit der Post passiert, daß man mir das Gefühl gibt, daß man sich intensiv drum kümmert. Einer anderen Kundin von handgefaerbt, ist bei Handgefärbt auch schonmal was kurioses passiert, bei ihr schienen Stränge generell sehr lange zum Versand zu brauchen. Ihre Geduld wurde auch sehr auf die Probe gestellt - aber sie hat 30 Stränge zuhause und ihr Freund hat sie mal beruhigt, daß sie sich nicht über die Lieferverzögerungen aufregen soll - immerhin sei sie ja schon Stammkundin und die anderen noch nicht. (So kann man es auch sehen) Sie hat also auch ca. 3 Wochen gewartet und dann nochmal eine Mail geschrieben, um sicherzugehen ob das Päkchen auch wirklich verschickt wurde. Am Tag nach dieser Mail kam das Päckchen an.
Mit anderen Worten, ich werde am Wochenende - wenn Kirsten wie angekündigt die neuen Unikate einstellt wohl noch nicht, aber zumindest nächsten Montag erwarten, daß sie den Anrufbeantworter in der Werkstatt abhört, sich eventuell die Mails nochmal durchliest und sich dann meldet wie der Stand der Dinge ist. Falls die Ware bei der Post verlorengegangen ist und aus Zeitgründen keine Nachfärbungen möglich sind, bin ich extrem enttäuscht denn alle Wollschätzchen die es in meinen Einkaufswagen geschafft haben und auf die ich mich seit Monaten freue sind weg und alle Freude über das ergattern ist dann für die Katz gewesen. In diesem Fall werde ich meiner Enttäuschung freien Lauf lassen.


Ich hoffe daß dieser Beitrag nicht falsch verstanden wird. Natürlich bin ich damals als Neukundin auf Händen getragen worden, bekam für meine Erstbestellung portofreie Lieferung, zur Geburtstagsaktion war statt 50g Uniwolle ein ganzer 100g Strang drin und auch in der Lieferung auf die ich warte ist ein Geschenk à 100g von der aus dem Sortiment genommenen Merinowolle drin (die natürlich in einer Nachlieferung nicht drin sein kann weil es der letzte Rest war). Trotzdem wollte ich auf Missstände hinweisen. Ich hoffe, daß dieser Beitrag vielleicht als konstruktive Kritik anerkannt wird und vielleicht sogar etwas verändert und verbessert. Ich bin ja nach- wie vor ein großer Fan der Färbungen von Kirsten und auch sie ist mir grundsympathisch aber es gibt nunmal Dinge, die sollte man als Händler nicht machen. Vor allem aber diente dieser Eintrag dazu mir mal den Frust von der Seele zu reden. Ich habe immerhin 70 EUR in diese Wolle investiert und da finde ich es eben ziemlich beunruhigend, traurig, frustrierend und nervenaufreibend, was bis dato in dieser Angelegenheit passiert ist und hätte mir eine professionellere Vorgehensweise gewünscht und einen besseren Kundenservice erwartet.

Mir sind noch einige weitere Fälle bekannt, die auch schon seit mehr als einen Monat auf eine Lieferung von handgefaerbt warten - ich wünsche ihnen allen, daß ihre Pakete auch bald ankommen und sie bald ihre schönen weichen Stränge in der Hand halten können.



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Ein Päckchenbericht in 687 Worten.

die Postfrau mit meinem Päckchen Ich habe, wie auch meine Wichtelmama vom X- Mas Swap, Anja und Tsea, an einer Wichtelaktion namens Knitters Treat Exchange teilgenommen, was übersetzt soviel heißt wie "Austausch von Strickern - wohltuenden Sachen". Diese Aktion wurde von meinem Secret Pal Spoilee Isobel und einer anderen Irin ins Leben gerufen und hatte zum Ziel anderen eine Freude zu machen. Es sollte Wolle für ein kleines Projekt, eine Zeitschrift, etwas pflegendes, etwas zum naschen und ein paar Ascessoires verschickt werden. Seit dem 5. Mai wartete ich schon sehnsüchtig und dann kam meine Postfrau endlich an:

das Päckchen außen
"Sie haben Post aus Pennsylvania!" sagte sie dann und ich dachte mir schon, was es sein könnte. Es erklärte auch, warum es so lange unterwegs war.

Von oben aus dem Fenster gesehen, dachte ich zuerst, es sei ein Irrtum, denn es sah aus wie ein Amazon Päckchen und ich hatte doch nix von Amazon bestellt. Hm.

Ich konnte mich sehr lange beherrschen, das Päckchen nicht zu öffnen, denn ich nahm es, um mich für die zahlreichen Aufgaben die ich so zu tun hatte zu motivieren. Unter anderem habe ich bei 31°C Außentemperatur Rons Hemden gebügelt. Uff. Ich machte aber sicherheitshalber gleich ein Foto von dem Päckchen, für den Fall daß ich mich nicht beherrschen kann.

das Päckchen

der Inhalt des PäckchensUnd dann kam das schönste, das auspacken. Bewichtelt wurde ich von Karla, aus dem schönen Pennsylvania und sie hat sich wirklich eine Menge einfallen lassen. Gut, mein Fragebogen war auch ziemlich eindeutig und meine Wunschliste auch. Ich bekam also meine geliebte Simply Knitting (die ja aus England kommt, also mit anderen Worten den Atlantik zweimal überquert hat und entsprechend teuer gewesen sein muss) mit einem kleinen heftchen mit Stricksachen fürs Haus (da ist sogar was von meiner Bekannten Claire von missbell dabei) und eine Anleitung für eine Spitzenstola mit dem Namen "Lily of the Valley". Leider überhaupt nicht mein Fall, aber wozu hat man schließlich ältere Verwandte? Dann waren noch die locking stitch markers von Clover aus Japan dabei und die Chibi Nadeldose auch von Clover die ich mir beide schon seit letztem Jahr Oktober wünsche, seit ich sie in einer Ausgabe der Simply Knitting gesehen habe. An pflegenden hat mir Karla eine Flasche mit "Skin Sin", einer irren Bodylotion von Lush (teuer) geschenkt und auch ein Heftzettelchenblock mit coolem Muster war dabei. An Leckereien waren von Karla selbstgebackene Kekse drin, superlecker und ein Chai Tee von Twinnings of London weil Karla nicht sicher war ob die Kekse schmecken und weil sie auch wie ich ein Chai - Fan ist. Jetzt hab ich 3 Sorten Chaitee. :-)

Aber der Ultrahammer waren eine Spitzenstricknadel (Rundnadel) von addi. 1,50m lang und 3,5mm stark mit extra Spitzen. Und dieses superschöne Garn. Das Garn ist eine Laceweight 50% Merinowolle und 50% Tussahseide aus China in "meinem" rot. Superdünn, in einer Konenform gewickelt (sowas hab ich bei den irischen Strickbloggerinen schon oft gesehen und bei der Theresia, aber für mich ist es die erste Rolle).

Karla hatte sich gedacht, daß ich mit den Nadeln und der Wolle diese Stola stricken könnte, aber die ist echt nicht mein Fall. Da ich aber ihre Bemühungen mich zum Lochmusterstricken zu bringen (sie schrieb ja auch einen Brief und da waren Tips zum Spitzen/Lochmusterstricken) nicht komplett zum scheitern verurteilen will, werd ich mir aus diesem schönen Garn die Lochmuster - Zehensocken aus der Simply Knitting die ich auch der Tsea schonmal geschickt habe stricken. Da kommt das mit den einzelnen Zehen glaub ich sehr gut, das Garn ist supersuperweich und angenehm und mit dem Seidenanteil ist es ideal für den Sommer.

Ich habe meine Freundin Yaga aus Zürich auch schon gebeten, mir ein Nadelspiel zu besorgen, das dünner ist al 2mm und sie kümmert sich drum. Find ich voll lieb von ihr, denn ich gehe davon aus, daß es besser zu dem Laceweight passt.

Danke liebe Karla für die irren Sachen, du hast meinen Geschmack zu 100% getroffen, auch mit den Keksen, also keine Sorge!

Danke auch an Isobel für die liebevolle Betreuung und für den Aufwand mit dieser Aktion. Wenn die Aktion vorraussichtlich im Oktober rum in die zweite Runde geht werd ich auf jeden Fall wieder dabeisein.



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all those nice skeinsHeute kam ein Päckchen aus den USA. Ich habe, wie auch Aileen an einem Swap teilgenommen, wo man etwas aus seinen Vorräten verschicken soll, wo man meint, daß es bei anderen besser aufgehoben ist. Natürlich muss man sich vorher erkundigen, was der andere mag.

Ich bekam also von Sandy aus North Carolina mein Päckchen und es war voller außergewöhnlicher Fasern, auch wenn die Farben nicht alle meinen Geschmack getroffen haben. Aber wozu gibt es Freunde, Eltern und den Partner. Das Päckchen enthielt 6 Maschenmarkierer der Firma yarn paradise in einem Organzabeutelchen, eine tolle Karte und einige Knäule und Stränge. Die beiden olivgrünen (die auf dem Foto gräulich aussehn aber in wirklichkeit hellolivgrün sind) und das dunkelrote Knäuel fassen sich sehr fest und kühl an. Es handelt sich dabei um Hanffaser. Das lilane ist Bambusfaser und ich weiß auch schon was ich damit mache. Das dunkelblau ist Leinen, das hellblau ist Merinowolle und mein Highlight heißt "Koi pond" und ist der Strang mit dem orange. Das sind 50g reine Seide. Danke, danke, danke liebe Sandy, du hast mir wirklich eine riesige Freude damit gemacht.



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In der gesammten märkischen Schweiz und Berlin habe ich leider keine Handschuhnadeln von addi finden können und das LaLaine in Charlottenburg war nur bereit war zu bestellen, wenn man 5 Stück pro Stärke abnimmt. lauter tolle SachenIch war total glücklich als die Theresia meinte, sie hätte da wohl welche in "ihrem " Laden gesehen und mir anbot mir welche zu schicken. Heute kam also ihr Teil des "Zeitschrift gegen Nadeln" Swap, doch da ich ihr die Vogue Knitting Winter nicht besorgen konnte, hat sie stattdessen eine Filati vom Winter und die italienische Susanna vom letzten April bekommen, die beide noch im Originalzustand waren. Fotos gibt es auf ihrem blog.
In dem Päckchen was ich bekam waren aber nicht nur 3 Handschuhstricknadelspiele von addi in 2, 2,5 und 3mm sondern sie hat eine Karte mit einem japanischen Motiv, 2 Stück Schokolade (eins mit Himbeerfüllung und eins mit Erdnussbutterfüllung) die sie aus Amerika hat und 2 von ihr handgesiedete Seifen. Die eine ist eine Olivenölseife mit Lavendel, die in der kommenden Freiluft - Nassfilz Saison sicher gute Dienste leisten wird und die andere ist eine Fußpeelingseife mit Mohn und Eukalyptusöl und anderen Ölen. Danke liebe Theresia, jetzt bin ich für Babysachen, Zehensocken und Handschuhe besser gerüstet. ^__^



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Gestern endlich kam das Päckchen, was Kirsten von handgefaerbt für mich am letzten Montag verschickt hat. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, daß die Post es verschlampt hat, denn die Arme hat gerade massiv mit solchen Fällen zu kämpfen und sie hatte auch schon den Nachforschungsantrag gestellt, aber gottseidank ist ja alles gutgegangen.
images/s_kirstenstraenge.jpg Ich habe heute mit ihr telefoniert und einige interessante Dinge erfahren. Wir beide sind da gerade am was tüfteln, vielleicht wird ja sogar was draus. Sie ist eine äußerst bemerkenswerte Person und schlägt sich äußerst tapfer durchs Leben. Und sie versucht es einem so einfach und so schön wie möglich zu machen und experimentiert mit verschiedenen Wollsorten um viele zu finden, die möglichst weich sind und ohne Knoten und so. Im Laufe des Januars und des Februars konnte ich mich einige Male nicht beherrschen und habe ein paar Stränglein bei ihr bestellt. 6 Sockenwollstänge und einen Strang Merinowolle die sie als Färbewolle verkauft. Ich will die garnicht selberfärben, ich will Babysachen daraus machen. Der Tag, an dem ich die meisten meiner Stränge (3) erbeutet habe, war besonders, denn zu Ehren von Kirstens Mann der Geburtstag hatte, gab es ab 3 Strängen 50g unifarbene Sockenwolle dazu geschenkt. Als ich gestern alles ausgepackt und überglücklich bestaunt und betastet habe, hab ich es nicht wirklich verstanden. Auf ihrer Karte die im Päckchen dabeiwar schrieb Kirsten, daß es doch blöd ausgesehen hätte, wenn ich zu meinen 7 Strängen noch so ein fizzelchen von 50 traurigen Gramm Garn in einer Farbe dazubekäme. Also hat sie mir 100g dazugepackt, die farblich passen würden. Ich wunderte mich, daß beige (das einzige unifarbene in der Sendung) so gut zu rottönen passen soll, schaffte es aber nur die Männersache zu wickeln. Als ich heute morgen die Bestellungen verglich, stellte ich fest, daß ich die bestellten 100g Merinowolle in weiß (auf dem Foto zumindest) nicht erhalten hatte aber dafür einen Strang Sockenwolle in meinen Farben, den ich nicht bestellt hatte. s_kirstenwollknaeuel.jpg Das verwirrte mich so sehr, daß es der Auslöser für meinen Anruf bei der eh schon mit Anrufen gebeutelten Kirsten war. Zusammen stellten wir also fest, daß das beige die Merinowolle ist (das sieht auf meinen Fotos auch weiß aus, also nicht wundern, die glatte Oberfläche reflektiert das Licht sehr gut) und daß sie mir statt 50g Uniwolle gleich einen ganzen Strang, den sie noch übrig hatte mitgegeben hat. Einen ganzen Strang hat sie mir geschenkt! Nachdem ich mich 5 Minuten am Telefon über meine eigene Verwirrung krankgelacht habe und vor lauter Lachen Tränen in den Augen hatte, war meine Freude riesig. Bei mir eingezogen sind jetzt also ein unbenannter Strang, nennen wir ihn "bunter Lolli", ein Strang naturbelassene weißbeigefarbene superweiche Merinowolle, "Sonne über Afrika" den Kirsten für mich nachgefärbt hat, weil ich so todtraurig war, daß er schon weg war, dann "Kubanische Nächte", eine Männersache (großes Lob an Herrn Handgefärbt für seine Arbeit und sein Gespür für Farben) aus der Einführungsfärbung, und dazu den "Kometenschwarm", das "Sonnensystem" und das geniale "Sternenfeuer". Gewickelt kommen die Farben völlig anders. Ich kann es kaum erwarten die Männersache und die kubanischen Nächte anzustricken, die sind von den Farben her absolut genial. Beim wickeln halfen übrigens neben Ron auch zwei meiner Kolleginen, da wir gestern Vormittag aufgrund von Netzwerkproblemen nicht an unserem Projekt weitermachen konnten.



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Ihr erinnert euch doch sicher, daß ich letztens geplant hatte Fremdzukaufen. Nun, ich habe es wirklich getan. Ich habe meiner Nachbarin einen Umschlag mit Geld, der Banderole meiner verbrauchten Wolle und der Adresse von dem Frankfurter Wollladen gegeben und da die so komische Öffnungszeiten haben (MI und FR von 15 -18 Uhr), hat sie es erst gestern geschafft dort hinzugehen. s_wollbabyfaeustlinge.jpgLeider hatten sie keine 6fädige Wolle, sondern "nur" die 4fädige und so habe ich weitere 5 100g Knäuel der guten "Riesaer Betten Schurwolle natur in cremeweiß" meinen Vorräten hinzugefügt. Das ist die selbe Wolle, aus der ich die Socken für meinen Papa und meine allerersten Socken, sowie die drei Paar Babysocken gestrickt habe. Und weil ich so happy war, daß ich endlich meine im Dezember begonnenen Babyfäustlinge zuendestricken kann, hab ich natürlich gleich dazu gegriffen und diese Ruckizucki fertiggestrickt. Bei 5 Maschen pro Nadel (3er 10cm lang Buche) waren die 14 plus 16 Reihen für Bündchen und Handteil bis zur Abnahme wirklich schnell erledigt und dann hab ich wie auch schon bei den Seidenfäustlingen festgestellt, daß ich Kordeln gleich welcher Art zu dick finde und wieder eine 90cm lange Schnur aus gehäkelten Luftmaschen produziert. Und wieder ein Projekt mehr fertig.

Und ja, was lange währt... endlich habe ich Fortschritte zu vermelden... ich habe am 14 August letztes Jahr zum zweiten Mal Rons Socken angeschlagen, und irgendwann später noch ein drittes Mal. Da mir weder die 3er Nadeln, noch die 2er Nadeln ein zufriedenstellendes Maschenbild lieferten, hab ich die Socken also auf 2,5er addi Nadeln gestrickt und siehe da, die 68 Maschen haben, wie Kabas Mutter Malene schon sagte gereicht. Und da Ron ja riesige Riesenfüße hat, war das mit den dünnen Nadeln eine ganz schöne Qual bei Schuhgröße 45/46 hab ich die erste Socke jetzt fertig und die zweite hat den Schaft halbfertig. Und die Socke passt wie angegossen und sogar das Muster gefällt. Ich hatte mich gezwungen, die Socke immer in den Mittagspausen seit dem 11.12.2006 auf Arbeit weiterzumachen, und so wuchs sie auch nur sehr sehr langsam, erst in den letzten 2 Wochen habe ich auch abends und am Wochenende immer ein bisschen zuhause weitergenadelt. Das Muster ist total schick und Ron gefällt es. Allerdings war das Bündchen nicht fest genug und so hab ich die zweite Socke eben statt mit 1re und 1li mit einem 2re und 2li Bündchen gestrickt, wenn das besser ist, dann mach ich das in Zukunft für seine Socken immer so. Ist doch egal daß das Bündchen nicht bei beiden gleich ist, das ist schließlich mein allererster Versuch mit Sockenwolle und da kann man sowas sicher noch verschmerzen. Ich bin nunmal noch nicht so lange am Sockenstricken, auch wenn ich mittlerweile auf 5 1/2 Paar Socken komme. Mein Papa amüsiert sich ja heute noch über die viel zu großen Socken die er zu Weihnachten bekommen hat... ^_^;;
Hm, ich hab jetzt soviele Sachen fertig, aber so wirklich geleert haben sich die zwei Kisten mit meinen Strickprojekten, die im Wohnzimmer neben unserer Couch liegen, weil Ron es nicht gerne hatte, daß meine angefangenen Strickprojekte in der ganzen Wohnung verstreut lagen, nicht. Hmmm... ich hab noch ca. 8 WIPs auf den Nadeln und eigentlich müsste ich mit denen fortfahren, die die dünnste Wolle haben, aber darauf hab ich nicht wirklich Lust... Oh, Hilfe. Ich fürchte aber, daß ich in absehbarer Zeit neue Rundstricknadeln und Nadelspiele von addi anschaffen muss, weil ich einige Wolle abbauen will, die andere Stärken erfordert als die, die ich jetzt schon habe. Außerdem hab ich gerade ein überwiegend strickiges und doch völlig unwolliges Projekt in der Hinterhand und bin gespannt, wann ich damit loslegen kann und wann endlich das benötigte Material dafür eintrifft, es ist schon einiges am Laufen, aber leider lassen mich noch einige Leute zappeln. Ihr erfahrt es natürlich als erste, wenn es soweit ist, bis dahin und fürs erste ein schönes Rest- Wochenende und einen guten Start in die neue Woche.



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Ich hab ja beim X - Mas Swap 2006 mitgemacht, den Theresia organisiert hat. Erstmal Danke für deine gewissenhafte Organisation und deinen goldenen Riecher was meine Wichtelmama angeht.die ungeöffneten Päckchen
Gestern um 23:30 Uhr, sofort nach meiner Rückkehr aus Berlin, hab ich angefangen das Päckchen auszupacken. Ich war damit bis fast um 1 Uhr heute morgen beschäftigt. Meine Wichtelmama, Anja aus dem schönen Schwabenland war nicht nur die ganze Zeit superspitze im Mails und eCards schicken, sondern sie hat ein wahres Meisterwerk vollbracht. Um so glücklicher bin ich zu lesen, daß sie auch gut bewichtelt wurde. Als ich das Paket öffnete, drang so ein angenehmer Duft in meine Nase, er stellte sich später als eine Mischung zwischen Yogi - Tee und einer Herbstseife heraus. Alle Geschenke waren liebevoll in ein rotes Geschenkpapier mit orange und gold verpackt. Ich lieeeeebe rot. Eines der Päckchen hatte eine ganz besonders aufwendige Schleife, die ich dann auch gleich geknipst hab weil auch diese Kleinigkeit den Eindruck noch unterstützt hat.die tolle Schleife So nach und nach enthüllte ich alle kleinen und großen Dinge und kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Zunächst entdeckte ich eine Weihnachtskarte, von der ich dachte, sie sei gekauft wo der Text innen mit goldenem Gelstift geschrieben war. Bei näherer Betrachtung entdeckte ich, daß es eine selbstgemachte Karte war und war schwer begeistert. Die Karte ist mehrlagig, unter anderem kam handgeschöpftes Büttenpapier zum Einsatz und Glitzergel und Strasssteine und Metallfolie und so ein rotes Papier für die Kugeln. Die Kugeln sahen wirklich sehr plastisch aus und durch die Verwendung des gewählten Papiers, wurde die Kugelform wegen dem perspektivisch gezeichneten Motiv noch betont. Superspitze!die tolle Weihnachtskarte Danach fand ich zwei Schokoladen- Weihnachtsbaumkugeln, die ich meinem Liebsten gespendet habe und die ihm sehr gut gemundet haben und zwei flache Schokoladenglocken die ich mir Beiseite gepackt hab. Ein liebevoll gebastelter Schneemann lächelte mich an. Er ist vermutlich aus mit Stoff überzogener Pappe hergestellt, und alles war noch genäht.die Unverpackten Auf dem "Rohling" sind Kleidungsstücke appliziert, am Weihnachtsmannhut, den er aufhat ist ein kleines goldenes Glöckchen angenäht und der Schneemann hält etwas zwischen seinen Händen. Wow, also da hätte ich vermutlich ne Woche für gebraucht - allein 1- 2 Tage nur fürs trocknen und auslüften. Lose im Paket befanden sich außerdem zwei Sterne aus rotem Filz - der eine etwas größer und der andere war aus dem größeren ausgestanzt. Die beiden werden vermutlich weiterverbastelt werden, aber bis mir eine Idee kommt wo, hab ich die beiden in einem weiteren Geschenk verstaut - ich wette Anja weiß jetzt schon, was gemeint ist, gelle? ^_- Weihnachts - Schneemann
Danach wickelte ich zwei Packungen mit je vier Ordneretiketten aus, die eine hatte so Klassik - Motive, die zweite hingegen war ganz besonders schön. Dort waren Kalligraphien von Zen- Weisheiten zu sehen, und zwar japanische. Wow, für mich als Japan- Fan natürlich sensationell zu wissen daß es so etwas gibt. Danke Anja. die OrdneretikettenDanach wickelte ich eine kleine Broschüre über Goethes Farbenlehre aus - die werd ich mir noch mal zu Gemüte führen, bisher hab ich nur im Kunstunterricht was davon gehört gehabt (ich hatte Kunst Profilkurse in Klasse 9 und 10 und Kunst als Grundkurs im Abi). Von Goethe selber ist übrigens bekannt, daß seine Küche knallgrün gestrichen war, weil seine Gäste dann schneller wieder gingen und er dann seine Ruhe zum Schreiben hatte - er hat also die unbewusste Farbempfindung selber zu seinem Vorteil genutzt. In der Packung mit der Broschüre war auch eine Prismenbrille. Wenn man die aufsetzt, hat man das Gefühl, daß man auf Drogen ist, total lustig. Ich befreite außerdem ein Scheibe von einem Luffaschwamm - die nach längerer Betrachtung die Form eines Shiba Inus besitzt (ich bin stolzes Frauchen eines knuddeligen Shiba Hundes, Yuki).lauter schöne Sachen Außerdem entdeckte ich eine "Amore Bio" - Schokolade mit dem Biosiegel und Ingwer darin. Ich bin nicht so der Zartbitter - Liebhaber, aber ich bin gespannt inwieweit der Ingwer durchkommt und lass mich auch gerne bekehren. Dann war noch eine Packung Motivservietten mit einem zeitlos schönen Motiv: der Pflanze Euphorbia pulcherrima, auch Weihnachtsstern genannt, dabei, total klasse. Ich befreite noch einen Yogi Tee classic und zwei Tees von Salus aus ihren Verpackungen, Der eine war ein Weihnachtstee, der andere ein Grüner Tee mit einem japanischen Motiv auf der Vorderseite. Du liebe Güte bin ich gespannt wie der schmeckt, normalerweise sind in Deutschland hergestellte Grüntees nicht so mein Fall (ich war 2001 in Japan und hab mich an den Geschmack von Japanischem Grünen Tee gewöhnt und diesen auch danach noch oft konsumiert - so sehr daß ich japanischen Grünen Tee nur Anhand der Farbe und des Geschmacks vom Chinesischen unterscheiden kann), die Verpackung ist auf jeden Fall aufhebenswert. Naja, und dann waren da noch Oblaten - Lebkuchen dabei, aber nicht irgendwelche, nein - Bio Lebkuchen. Und eine Tüte mit getrockneten Cranberries von Neuform, von der die Hälfte bereits meine Geschmacksknospen, die Nase und den Magen erfreut hat. Sehr lecker und ausgewogen im Säure/Süße - Verhältnis und schöne große Früchte. Kann sich auf jeden Fall mit denen messen, die ich von meiner Brieffreundin aus Amerika mal geschickt bekam von Sun Maid aus Cape Cod. supergeniale SachenSpätestens jetzt wusste ich, daß Anja mich besonders verwöhnen wollte, oder aber selber gerne im Reformhaus/ Bioladen einkauft. Ein klares "Daumen hoch"! ^_^
Außerdem entdeckte ich eine ca. 5 cm große Buddhastatue aus schwarzem Gips als Hohlform gegossen. Ich hätte nie damit gerechnet, eine zu bekommen. Der Buddha bewacht jetzt meine Japanbücher und Rons kaputtes iBook und einen Psion PDA. Danach kamen vier total überraschende Geschenke zum Vorschein. Eine in einer Vakuumverpackung verpackten Orangen - Vanille Sprudelkugel (da darf ja keine Feuchtigkeit schon vorher ran) , ein Orangen - Vanille Sprudeltab, 50g von einer "Erdbeer - Sahneschnitte" - Seife beide verpackt in Celophanbeutelchen und eine in Erdtönen marmorierten "Herbstwind" - Seife mit Banderole. Überall stand drauf, was drin ist und es hört sich schon sehr pflegend an, abgesehen davon, daß die Etiketten und die Banderole auf zartrosanem Papier mit ausgeschnittenem Zierrand gedruckt waren, alle mit der Webadresse versehen. Das verleiht den ohnehin handgesiedeten Seifen einen noch liebevolleren und nostaligischeren Touch. Danke, danke, danke erstmal für alles bis hierhin. Tjaaaa, aber die Knaller hab ich zum Schluss ausgepackt, also steigerte sich alles unaufhörlich. Ich ertastete zielsicher die Wolle. Aber da war nicht nur Wolle für ein Paar, nein sogar für zwei Paar. Und was für welche! Zunächst befreite ich zwei 50g Knäuel bordeauxrote, 4- fädige Sockenwolle von Regia. Und dann ein 100g Knäuel von der Sockenwolle von Opal aus der Hundertwasser Edition (neben Joan Miró, Antonio Gaudí, Gustav Klimt, Wassily Kandinsky und Pablo Picasso ist Friedensreich Hundertwasser einer meiner liebsten Künstler/Architekten ) , es ist die Farbe "Seeschlange" und in der Banderole war eine Anleitung für quergestreifte Socken aus dieser Wolle. Einfach genial, aber momentan wäre mir das zu kompliziert, bin froh daß ich Socken mittlerweile aus dem Effeff stricken kann (dank Bumerangferse auch kein Problem). Die letzte beiden Geschenke waren für mich auch mit grinsen, lachen und staunen verbunden. Zum einen eine CD "bügeln und in die Ferne schweifen" die ich mir auf jeden Fall anhören will. Ich musste so lachen als ich sie ausgepackt hab. Zuerst war ich verblüfft, woher du meine Vorliebe fürs bügeln kennst aber dann fiel mir eine unserer Mails ein - wow, echt clever! das Klemmbrett - Scrapbooking at its bestUnd dann war da noch ein Klemmbrett. Aber nicht irgendeins. Es ist in der Scrapbooking genannten Technik gestaltet, die mich seit einem Jahr so fasziniert. "Things to remember" steht in einzelnen Drucklettern auf dem Klemmbrett verteilt und das R ist ein Scrabble - Stein. Das aufwendig mit verschiedenen Papieren, Schnipseln, Posamentborten und Organza verzierte Klemmbrett hat einen Notizblock, der mit einem Magnet an einen anderen Magneten befestigt ist und somit abnehmbar (Frauen denken eben praktisch, nicht?), ein erhabener Bilderrahmen für ein "kleines Foto" (das steht in dem Rahmen drin) und einem genähten Schlauch aus Organza mit 2 Fächern für Krimskrams, Eintrittskarten, Blumensamentütchen und so weiter. Darin sind jetzt erstmal jeweils einer der Filzsterne und das vom weißen Organza gedämpfte rot der Sterne passt toll zu den Grundfarben des Brettes: weiß, creme, champagner, beige, gold und silber.
Ich war total überwältigt. Sogar an goldenen Dreieckshaken auf der Rückseite ist gedacht worden. Wenn ich dieses Feuerwerk von Kreativität und purer Bastelfreude in den Händen halte, kann ich nicht umhin es zu betrachten und es fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Liebe Anja, Hut ab, das hast Du wirklich super gemacht und ich bin total begeistert. Vielen, vielen, vielen, vielen Lieben Dank für all Deine Geschenke, Deine Sorgfalt, Deine Ideen, Deine Mühe und Deine Liebe, die Du sowohl in der Herstellung, der Zusammenstellung und der Verpackung investiert hast. Du warst eine ganz tolle Wichtelmama und ich hoffe, daß wir noch lange Zeit in Kontakt bleiben.



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Heute war n bisschen feiern mit meinen Eltern, Ron und meiner Oma angesagt und aus praktischen Gründen fand die Minifete bei meinen Eltern statt. Neben einer tollen Erdbeertorte, selbstgemachtem Apfelstrudel, selbstgebackener Pizza meiner Mama, viiiielen tollen Geschenken und ner Runde sockeweiterstrickens war ich shoppen. Neue Stiefel und eine Hose mussten sein, ein paar neue Gläschen Honig (Avocadohonig und Mangohonig, leider hatten sie keinen Kastanienhonig), neue Bettschuhe, einige Zeitschriften, 2 Schaf- Schlüsselanhänger, Instant- Tee und ein paar Kleinigkeiten für mein SP spoilee kamen dazu. Und mein früherer Stammladen in der Altstadt Köpenick wurde sehr genau inspiziert. Ich hatte irre Glück, die Eigentümerin höchstpersönlich anzutreffen, denn sie hat sich verliebt und lebt jetzt in Westdeutschland - sieht nur ab und zu nach den Rechten. Sie ist ja immernoch an meiner Lana grossa "bingo" dran, meinte sie hätte es ein paar Mal versucht, aber jedesmal wenn sie mit dem Bus da ankam hätte der Laden zugehabt. Sie versprach mal mit dem Fahrrad hinzufahren. Der Laden hat jetzt sogar ein paar addi Nadelspiele in 5er und dicke aus Holz, tolle Filzwollstränge und noch viel mehr Perlenkram. Ich hatte ja gehofft endlich mal richtig dicke 100% Schurwolle in bunt zu finden, aber leider nur Dochtgarn. Schade, schade. Dafür hat sie mir Sockenwolle von Austermann empfohlen und sich gefreut als ich ihr erzählte, daß ich endlich die Bumerangferse kapiert hab. Ich hab von der "step" Sockenwolle die Farbe brombeer gekauft, eine halbhohe Strickliesel die doppelt so dicke Kordel erzeugen kann, ein Röhrchen Gütermann Perlen in einer kupfer/bronze Nuance und eine Duftkerze mit Mandarinenduft von der die Verkäuferin schwärmte daß sie keine Kopfschmerzen erzeugt. Uiuiui, war das ein toller Tag.



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Jaja, mal wieder hat es mich nach Berlin verschlagen. Der Hauptgrund war, daß ich wegen der nochnichtvorhandenen neuen Heizung auch kein Warmwasser hab und meine Eltern mir anboten bei ihnen zu baden. Ha, Haarewaschen, duschen UND baden! War das ein Genuss. Die blackberry bath bomb von lush war total klasse dafür. Da war ein Zettelchen mit einer Explosions- Comicsprechblase und da stand "BOOM BOOM" drauf. ^_^ Die haben Humor in der Firma, nicht schlecht. Doch bevor ich am Nachmittag mich ins Bad zurückzog war ich in einem Wollladen in Neu- Köpenick in der Bahnhofstraße. Normalerweise ist es so, daß man in einem Laden sachen erklärt bekommt, wenn man dort was kauft. Nachdem einige Anrufe bei einer Freundin meiner Eltern, Sabine von feinstofflich, ergaben daß sie nicht da war um mir die Ferse zu erklären, hab ich mich entschlossen es in diesem Wollladen zu versuchen. Die Eigentümerin war total im Stress mit der Neulieferung, telefonaten und Buchführung und auch die zweite Verkäuferin war weg weil sie zum Arzt musste. Die Eigentümerin sagte mir, ich erklär dir das gerne, musst nur bis 13h warten (ich war seit 12h da und sollte eigentlich 13h zum Mittagessen bei meinen Eltern sein). Ich brachte die Zeit irgendwie rum und entschied mich neben Stopfgarn für Papas Pullover (meine Ma bat mich darum), Filzwolle und einem Anleitungsheftchen auch für ein paar Knäuel Wolle für mein SP spoilee. Dann, 12:45h sagte die Eigentümerin als sie meinen Kram kassierte daß sie mir jetzt die Stunde geben würde und daß das 6 EUR kostet, weil sie 1h Arbeitszeit opfert. Hallo? Geht´s noch? Kann sie das nicht vorher sagen? Ich bezahl doch kein Geld dafür, wenn ich weiß daß es auch anders gehen könnte - nur halt nicht sofort. Sie hätte mir ja vorher wenigstens sagen können, daß sie dafür Geld haben will! *grumpf* Dann hätt ich selbstverständlich nicht so lange gewartet. Sie wollte versuchen mir das irgendwie schmackhaft zu machen von wegen ich soll doch lieber die Ware dalassen und mir die Erklärung gönnen. Pah! Ware dalassen...Als ich am Nachmittag mit baden und allem drumrum fertig war und meiner Ma beim Banitza- vorbereiten (das ist so ein typisch bulgarisches Blätterteiggebäck was herzhaft gefüllt wird mit Schafskäse, oder Butter, oder Spinat oder Lauch oder Kombinationen daraus) geholfen hatte, setzte ich mich mit Tee, Kuchen und dem Socken -Anleitungsbuch ins Wohnzimmer, wo ich meinen Eltern vorlas und hoffte ihnen würde was einfallen wie man die Anleitung interpretieren und umsetzen sollte. Leider war das nicht der Fall und ich fuhr dann mit Ron (der mich abholen kam) einen Heizstrahler von Mamas Freund Achim abholen. Hoffentlich kommt die neue Heizung bald, wir warten seit 2 Monaten darauf.



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Heute waren wir zum 60. Geburtstag von meinem Papa eingeladen und haben im Garten gefeiert. s_strickutensilien.jpgIch bin dann meine Oma abholen gefahren und hab einen kleinen Umweg über das Forum Köpenick (supergeniales Einkaufszentrum in unserer alten Heimat) gemacht. Dort hab ich 1 Filzplatte in grün besorgt und ebenso ein Nadelmaß, eine Packung Hilfsnadeln, 1 Packung Zopfnadeln weil ich meine die Rons Mama mir geschenkt hat praktischerweise erst am abend wieder auffindbar waren, 2 Maschenraffer und eine Packung Wollnähnadeln. Wow, so langsam kommt alles zusammen was ich mir schon seit Jahren wünsche, als ich auf Rügen das Handarbeitsbuch mit den tollen Fotos von Ron bekommen hab.



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Wenn man der Zeitschrift "simply knitting" eine Leserzuschrift zuschickt und die veröffentlicht wird bekommt man für gewöhnlich ein Strickhilfe Set. Nun, ich hatte das überragende Glück, daß meine Mama mit mir in den Handarbeitsladen in der Rosenstraße gelaufen ist, während mein Papa draußen gewartet hat. Eigentlich wollte ich nur gucken, ob die addi - Nadeln führen aber da dies nicht der Fall war hab ich als Trost von meiner Mama dieses superschöne Strickhilfe Set bekommen. s_strickhilfeset.jpg
Von einigen dieser Dinge träum ich schon seit 2 Jahren, als Ron mir in Rügen das große Handarbeitsbuch gekauft hat wo es davon Fotos gab. Wow, ich bin richtig glücklich darüber.

Mit den Socken die ich eigentlich für meinen Paps angefangen hab, bin ich schon ETWAS weiter gekommen und ich hab jetzt auch den Dreh raus, wie es mit den linken Maschen nicht zu fest wird. Komischerweise sieht das in glatt rechts gestrickte Muster aus wie kraus rechts gestrickt. Keine Ahnung wie das kommt, bei Rons Socken hab ich das selbe Problem. Wenn jemand einen Rat weis nur immer her damit.



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Der Mann bei dem ich vor 1 Monat in Müncheberg diese superschöne Naturwolle gekauft hab war heute in Heinersdorf auf dem Schlachtefest mit seinem Stand. Als ich zum Stand kam war er nicht da und da bis auf den Imkerstand alle anderen Stände entweder Essen anboten oder total öde waren hab ich mir eben bei den ausgestellten Kreativheftchen aus dem Topp Verlag und einigen älteren Verlagen Anregungen geholt. Schöne Sachen gab es da. Nun, natürlich hab ich nochmal zugeschlagen und nochmal 14 Knäule mitgenommen.s_naturwolleweiss2.jpg Jetzt noch die restlichen 14 aus dieser Partie die ich in 1 Monat haben will und dann kann ich ruhigen Gewissens daran gehen meinen ersten Aran -look Pullover zu stricken, sobald ich etwas mehr Übung hab.
Er hatte auch super Sockenwolle da - günstiger als die die ich bisher hatte und er hat uns eine Socke gezeigt. Er meinte er habe sie aus versehen mal bei der 90° Wäsche dringehabt. Wer schonmal nen Wollpulli zu heiß gewaschen hat weiß was ich meine wenn ich sage normalerweise hätte man solche Socken Leuten mit Baby schenken, aber dank der 25% Polyamid - Ausrüstung ist der Socke NICHTS passiert. Außer daß sie sauber wurde natürlich. ^_^ Und die Farben die er hat sind superschön... *träum*



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Heute war ich in Buckow im Wollladen (kam erst 12:04 Uhr da an und die haben seit 12 zu gehabt und extra nochmal aufgemacht) und hab mir zeigen lassen, wie man Zunahmen macht. Außerdem hat mir die alte Verkäuferin doch tatsächlich weismachen wollen, ich solle die Socken kraus rechts stricken! Mir kam das sehr seltsam vor und ich hab nachgelesen in meinen Strickbüchern und die sagen wenn man nicht gerade irgendwelche Muster macht, sollte man Socken glatt rechts stricken. Also wird das schon noch. Ich hab ja gestern spontan begonnen, Socken aus der 4fädigen Naturwolle zu stricken, die ich letzten Sonntag gekauft hab und das Bündchen schon fertig und so nahm ich gleich noch ein zweites 3er Nadelspiel zu dem Knäuel Sockenwolle dazu, was ich heute vorsichtshalber gekauft hab. Ich weiß nämlich nicht ob die 100g für Rons Riesenfüße (45/46) gereicht hätten und wenn die Wolle raus gewesen wär hätt ich mich sicher geärgert. Also noch mal die "superba druck" von Rico Design dazu und gut. Und endlich haben auch die Pfauen, die die Familie besitzt gemausert und die langen Federn sind schon raus. Ich habe natürlich noch welche gekauft, 3 mit Auge drauf (die eine war über 1m lang bevor ich alle gleichkurz gekappt hab) und 4 dichte Federn zum Preis von 1 Augenfeder. Da sieht man gut, woher das Blau des Pfauengefieders herkommt.
Naja, bin ganz zufrieden, weil jetzt kann die Ferse ruhig kommen, ich hab Zunahmen nun auch kapiert. Ich weiß nicht wieso, aber die etwas dickere 100% Schurwolle mit der ich gerade stricke mag ich lieber stricken. Fühlt sich einfach besser an und macht größere Maschen, also geht es schneller. Und riecht auch genial.
Hach ja, war echt ´n schöner Trip nach Buckow, wo leider die Hauptstraße (sodass ich bequem über Waldsieversdorf fahren könnte) immernoch gesperrt ist.



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Heute war ich in Friedersdorf, einem Dorf bei Seelow, ca.20km von uns entfernt.
Nach einer rasanten Hinfahrt wo ich versucht habe einem Auto mit TO (Torgau - Oschatz) zu folgen das seit der Sparkasse vor mir lag kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Das parken auf einem Feld auf der anderen Seite des Dorfes mit Einweisung durch Feuerwehrkräfte war schon sehr abenteuerlich und die Straße die dahinführte bescherte Ron nach meiner Rückkehr einen spontanen Putzanfall. Man war das Auto eingesaut. *unschuldigpfeiff* Auf dem Gelände gab es so viel zu sehen, daß ich von 10 Uhr morgens bis 15:30 nicht eine Sekunde Langeweile hatte und sogar freiwillig auf die Demonstrationen des Friedersdorfer Reitvereins und die Siegerehrungen vom Bundesleistungshüten und dem Erntekronenwettbewerb verzichtet hab weil ich nicht mehr stehen konnte. Tausende von Ständen gab es in der Halle, in einer zweiten Halle, Essensstände drumrum mit den tollsten Köstlichkeiten, ein Besenbinder, ein Schmied, ein polnischer Obst - und Gemüsestand wo ich mich mit einem Serben auf Bulgarisch unterhalten habe (und dessen Antworten ich verstanden habe, obwohl er eine total seltsame Betonung hat für meine Ohren) und als Dankeschön einen Apfel geschenkt bekam. Und es gab einen Schäferkleidungsstand mit Wachsmänteln und Filzhüten und Westen. Dutzdende Dampfflug - und Dreschmaschinen gab es draußen auf dem Feld und sogar einen Pferdepflug. Weiter hinter auf dem Gelände konnte man eine Agility- Bahn bewundern die ab und zu auch genutzt wurde und Hunde gab es da! Aus allen Rassen, gebadet und frisiert und einfach total unglaublich gehorsam. Dann gab es eine Reihe von Pferchen, wo verschiedene Schafrassen ausgestellt wurden - natürlich lebende Exemplare. Am allermeisten haben mich die Lämmchen begeistert die alle miteinander und ihren Mamis knuddelten und einfach nur verpennt und knuffig waren. Eins war munter genug um die Mama als Klettergerüst zu benutzen und zu zeigen was es für wackelige kleine Beinchen hatte. Natürlich hab ich mir das nicht entgehen lassen und fast alle gestreichelt. Die Schafstinke auf meinen Händen störte mich garnicht und ich verstand nun besser, warum Lammwolle so teuer ist. Die KANN garnicht kratzen. Mittendrin gab es eine Schermaschine und zwischendurch gab es Schafschurvorführungen wo sich bis zu 50 Leute um den Pferch drängelten. Einige Schafe haben leider auch Wunden davongetragen, aber im großen und ganzen gings ihnen danach gut. Die zahlreichen Kinder die dabeiwaren staunten nicht schlecht, als unter graubeigen Wollmassen weiße Schafe zum Vorschein kamen. ^___^ Und das allercoolste an den Scherern war, daß sie mir einen ganzen Stoffbeutel voll dicht gestopft mit dieser Wolle geschenkt haben. Ich kann sie gut gebrauchen, sie hinterlässt jedoch ein zweideutiges Gefühl, weil ich es eigentlich falsch finde Schafe vor dem Herbst und Winter zu scheren nur um den Wollertrag zu erhöhen. Ich mein die frieren doch! Dazu lassen Schafe sich doch schließlich so einen Wollmopp um den Körper wachsen im Sommer, damit sie im Winter mit sich selber kuscheln können. Im Frühjahr und Sommer find ich scheren in Ordnung, weil bei den Julitemperaturen die wir dieses Jahr hatten (immer über 30°C ) hätten die sich ja sonst totgeschwitzt und hätten vielleicht sogar Kreislaufprobleme bekommen, aber es war an dem Tag schon recht kühl und die bereits geschorenen Tiere stellten sich ganz dicht aneinander um sich zu wärmen.Naja...
Dann gab es ja noch das Bundesleistungshüten, quasi die erste Bundesliga der Schäfer. Es wimmelte nur so von Schäfern, nicht wenige waren am Vortag bereits angetreten um ihr Handwerk zu beweisen. Ich hatte das Glück nicht nur auf ausgesprochen schniecke junge Schäfer zu treffen, sondern auch einen neben mir stehen zu haben, der mir sehr detailiert erklärte was ich sehe und warum das passiert und worauf die 3 Richter gucken. Für mich kam die Erkenntnis, daß Schäfer eigentlich wenig mit Schafen arbeiten sondern eher mit ihren Hunden, die perfekt ausgebildet sein müssen. Ich sah zwei Altdeutsche Hütehunde des Farbschlags "Gelbbacke" in Aktion und war begeistert. Die Schafsschaufel die an der Spitze des Hirtenstabs dran ist, ist ja zum Einfangen der Schafe da, aber der gesammte Stock dient dem Schäfer quasi als verlängerter Arm, wie beim Reiter in der Handarbeit die Gerte, damit die Hunde auch aus hunderten Metern Entfernung noch sehen können, was für Sichtzeichen gerade aktuell sind. Aufgaben waren die Schafe aus dem Pferch zu treiben, durchs Feld, es musste ein Auto in Schrittgeschwindigkeit zweimal dran vorbeifahren und die Schafe mussten anschließend weitergetrieben und über eine Holzbrücke rüber. Und das alles ohne daß einzelne Tiere sich leicht entfernen, die Schafe sollen trotzdem noch grasen (der Schäfer bezeichnete das mit "er muss sie satthüten" quasi die Schafe müssen sich satt fressen können und trotzdem durch die Hunde in Schach gehalten werden) und die Hunde müssen immer wieder "Furchen abarbeiten" was bedeutet daß sie sauber eine gedachte (in dem Fall eingepflügte) Linie immer wieder ablaufen und die Ecken nicht abkürzen und selbstständig Schafe zurücktreiben und sich im Zweifelsfall auch mit Bissen in 3 Regionen der Schafe Respekt verschaffen können. Ich bekam den sächsischen Meister zu sehen dessen Haupt - und Beihund echt lustige Namen hatten. Trotzdem büchsten auch bei diesen meisterlich abgerichteten Hütehunden zweimal Schafe aus. Ich glaub die meisten Zuschauer hätten nie gedacht, wie aufregend Schafehüten sein kann. Ich erfuhr auch wofür die vielen Perlmuttnöpfe an den Schäferwesten stehen (an den Knöpfen kann man ja auch Maurer und Zimmermann und Schornsteinfeger unterscheiden wenn sie kein Zunftzeichen tragen): die großen Knöpfe stehen für die Wochen, wo die Schafe auf den Weiden stehen (mehr als 40) und die kleinen Knöpfe am Kragen stehen für die Stallwochen, wo die Schäfer Ferien haben.
Zurück in den Hallen (das zunächst sehr sonnige Wetter war Regen gewichen) gab es da unter anderem die Spinnerinnen des Heimatvereins Letschin, die alle sehr lustig waren und mir gezeigt haben worauf ich beim Neu- Spinnradkauf achten soll. Außerdem gab es eine Weberin die mir ein bisschen erklärte welche Garne sie auf dem Mustergewebe hatte, was sie sonst noch so für Techniken verwendet und ließ sich beim Weben einer Tasche über die Schulter gucken. Es gab tausende Wollprodukte, von denen ich nur wenig und günstige eingesackt hab. Ich holte Pflaumenmus ohne Zucker, Heidehonig (und bekam eine Bienenwachsrosenkerze geschenkt weil der Imker merkte daß ich Honig schätze - klaro bei 7 Sorten die ich zur Zeit habe) und einen Kalender mit Sagen aus der Märkischen Schweiz.
Außerdem gab es einen Mann um die 30 Jahre alt der seine selbstgesponnene Wolle verkauft hat und mir erzählte es gäbe noch sehr viele Wolle spinnende Männer im Oderbruch. Nun, in Buckow kenn ich ja schon einen aber der ist bestimmt schon zwischen 70 und 80 Jahre alt. Und dann war da eine Frau die ein Spinnrad aus Neuseeland mit Zweipedalantrieb hatte. Wow, da kann man garnicht aus dem Takt kommen. In der Zeit wo ich dort war, hat sie zwei Spulen vollgespinnt und die dann verzwirnt. Es gab da noch eine Frau mit Stand, die Wollpflege, Wollmilchseifen, lauter Wollkleidung, selbstgefilztes und Filzwolle in kleinen Bündelchen verkaufte. Ihr Laden heißt "schaafe" Sachen und määähr! Das Logo ist ein Schafwollknäuel. Ihr hab ich Wollpflege, eine Seife, ein Knäuel Wolle und 3 Filzwollbündel abgenommen. Für mich eines DER Highlights in der Halle und an dem Tag überhaupt war ein Stand der Filzmanufaktur Lieske. Ich konnte es zunächst nicht glauben, aber das war die Frau Lieske von der mein Nachbar Sven mir schon vor Monaten erzählt hat. Und ihr erratet nicht wo die wohnt! In Tempelberg! Wir sind quasi Dorfnachbarn, weil wenn man von Philippinenhof aus die Straße nach Süden nimmt kommt man nach 4 km genau da raus. Also eine notfalls-auch-mit-Fahrrad Distanz. Die Frau züchtet Alpakas und Schafe (Merinoschafe) und stellt aus der Wolle unter anderem Filz und Filzsachen her. Sie verkauft auch die Wolle der Alpakas oder auch auf Wunsch Babyalpakas und Schaflämmer. Ihre Schafwolle gibt sie für 20 cent pro Kilogramm ab und die Wolle die nicht verkauft wird schickt sie nach Sachsen in eine Spinnerei die ihr die Wolle mit hohem Lanolinanteil als fertige Knäuel verschiedener Stärken wieder zurückschickt mit Banderole. Sie meint ich kann sie hin und wieder mal besuchen kommen zum gemeinsamen filzen oder um ihr Spinnrad zu benutzen. Ich glaub mich zu erinnern daß sie auch ne Kardiermaschine hatte. Naja, jedenfalls kommt jetzt im Spetember der Scherer zu ihren Alpakas und im Februar der Schafscherer. Ui und Vollkornbrot aus dem Steinbackofen, frische Eier, Enten und Gänse und Obst+Kräuterprodukte aus ihrem Garten (Marmeladen, Gelees, Schnäpfe, Liköre, Sirups) kann man bei ihr auch kaufen. Sie bietet auch Filzkurse an für Kinder und Erwachsene, wahlweise mit Picknick mit eigenen Produkten und sogar eine Wanderung zum westlichsten Steinkistengrab Europas (7km) mit ihren Alpakas kann man machen. Natürlich hab ich ihr auch Wolle abgenommen die zum Sockenstricken taugt (4fädig, 100gr). Ich wette in Zukunft werd ich öfters noch von ihr und ihren Tieren berichten.
Irgendwann war ich dann aber so kaputt und müde daß ich den Heimweg antrat - und prompt vom Kremserwagen mit zwei Warmblütern (es gab auch eine Hafikutsche aber es regnete) mitgenommen wurde der uns zum Feld brachte wo die Autos standen, vorbei am Gutshaus Friedersdorf welches sicher was für Ron wäre. Leider konnte ich mich auch zuhause nicht gleich ausruhen und die Produkte in Ruhe wegpacken, weil Ron mich mit einer Fuhre Pflaumen erwartete, die ich zu Kuchen verarbeiten sollte. Und während er gassi ging, stand ich auf meinen schmerzenden Füßen und backte ganz brav.



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Nachdem ich mit Ron Schloß Gusow und Schloß Diedersdorf besucht hab, haben wir auf dem Rückweg den Kaufland Seelow entdeckt und ich hab mir da ein Nadelspiel in Stärke 3 gekauft, für Rons Strümpfe.
Nu kann ich beruhigt etwas Tempo machen beim stricken, bin eh gespannt, ob ich Zu- und Abnahmen lerne - weil ohne geht es nicht und bisher hab ich ja nur Schals und rechteckige Flächen gestrickt (=absolut gerade).



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Heute musste ich zum Arzt und auf dem Rückweg ging ich an der Stadtapotheke vorbei, und da stand am Markt in Müncheberg ein Wollstand von einem fliegenen Händler. Er hatte eine Menge schöne Garne dabei und erzählte, daß er Anfang September in Heinersdorf auf nem Fesst nen Stand haben würde.
Ich wetzte also nochmal rüber in die Sparkasse (musste ja vorher Medikamente holen) und dann hab ich hemmungslos zugegriffen! Da er ein Sonderangebot hatte für alle Naturwollprodukte und ich 2 EUR/ 50gr. für einen sehr guten Preis hielt, hab ich mir spontan 12 Knäuel gekauft. Es ist eine naturfarbene dicke Wolle, die noch Lanolin drauf hat und nach Schäfchen duftet. ^__^
Also das wär genug für einen Pulli, aber aus so einem Garn könnte man toll einen Aran- gemusterten Pullover stricken, bräuchte dann allerdings fast das doppelte, da Zopfmuster und Noppenmuster sehr Materialaufwendig sind. Ich fände aber auch Socken aus diesem wirklich glatt gekämmten Garn fein, ich frier doch so leicht und das Lanolin wär sicher ne Wohltat für die Füße und die Farbe ist schön neutral. Und der Winter rast schon heran, nachts brauch ich schon wieder ne Überdecke und es wird früher dunkel.

Ich hoffe ich kann möglichst bald noch mehr von dieser tollen Wolle bekommen, er hat noch mindestens das doppelte da. Er hat auch von der selben Wollqualität noch hellbraun, dunkelbraun und braungrau.



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Leider sah sich heute keiner meiner Berliner Freunde und Bekannten in der Lage mich zu begleiten und die arme Alia musste Klausur schreiben in ihrer neuen Uni. Meine Mama hatte Kreislaufprobleme wegen der Hitze und so machte ich mich ganz alleine auf den Weg. Gottseidank steckte mir meine Ma einen 10 EUR Schein zu und ein paar Münzen denn ihr Spruch "Halte dich im Schatten" wäre nicht zu erfüllen gewesen. Stattdessen stürmte ich den H&M iM Forum Köpenick, unserem früheren Stamm - und heutigen Lieblingseinkaufszentrum. Ein eleganter weißer Leinenhut aus der Herrenabteilung für läppische 7 EUR fiel mir in die Hände und musste sofort verhaftet werden um mir dann Schatten zu spenden. Danach ging es in Untergeschoss, wo mein Stamm - Bastelladen für den ich sogar seit Jahren eine Kundenkarte hab die mir Rabatt ermöglicht auf mich wartete. Dort deckte ich mich mit einigen Dosen voller Perlen, kleinen Holzschachteln, Bändern fürs Kumihimo in weiß, rot, dunkelblau und olivgrün und vor allem Bastelfilz in 5 Farben, zwei Stärken und 3 Größen ein. Ich hab da ja ne Idee was ich machen möchte und hab mir vorher bei Tsea Maße geholt um nicht zu viel zu kaufen. Filz vom Meter hat nämlich seinen Preis, obwohl er dünner ist als meine A3 Platten.

Dann ging es mit TRAM, S- Bahn und U- Bahn zum Kottbusser Tor und dann laufenderdings in die Oranienstraße 23 in die "Fadeninsel". Ich liebe diesen Laden. Es gibt dort supergünstig Filzwolle und total schöne Garne. Da das weben mit Häkelgarnen sehr müßig ist und ich mir Seidengarn nicht leisten kann hab ich mir zwei Leinengarne von ggh ausgesucht. Typ "Safari" der Farben 8 (dunkelblau) und 33 (dunkles weinrot) beide made in Italy. Fühlen sich dank eines kleinen Kunstfaseranteils echt super an.
Dazu nahm ich noch ordentlich Filzwollflies in einigen Farben mit und dann entdeckte ich auf dem Boden die "Restwolle" Kiste! Begeistert durchwühlte ich diese und nahm ein paar Reste mit. Sowas kann der kreative Mensch der webt, strickt, häkelt und generell viel bastelt ja eh immer gut brauchen. Sollte einer der geneigten Leser sich an dieser Stelle angesprochen fühlen und in Besitz von Restwolle egal welcher Farbe, dicke, Qualität oder Garnart befinden oder die Garnreste seiner Oma/Tante/whatever bekommen können so würde ich mich natürlich riesig freuen, wenn er sie mir zuschickt. Da wolle fast nix wiegt, dürfte das auch garnicht so schlimm teuer werden. Als Dankeschön erwähne ich die edlen Spender selbstverständlich hier und zeige dann zu gegebener Zeit, was ich aus ihren Garnresten schönes gemacht hab.


Und dann kam mein Pflichttermin wenn ich Dienstags oder Freitags zu der Zeit in Berlin bin: der Türkenmarkt. Der Türkenmarkt bezeichnet für mich einen bestimmten Ort unweit der U- Bahnstation Schönleinstraße (U6). Dort, am Ufer des Landwehrkanals, auch Maybachufer genannt gibt es ein Stückchen Orient im sonst so kühlen Berlin. Zu beiden Seiten dieser Straße stehen dicht an dicht Blumenhändler, Fisch - und Fleischverkäufer, Gebäckverkäufer, Stände mit tausenden von gerösteten Nüssen, getrocknetem Obst, mit Kleidung für groß und Klein, Gewürze, Obst und Gemüse von guter Qualität zu Großhandelspreisen, Essensständen mit türkischen Spezialitäten und gebratenen Maiskolben, mit einem Wirrwarr aus Türkisch und Arabisch was die beherrschenden Sprachen dort sind. Die Händler preisen ihre Ware auch in diesen Sprachen an und die Hauptkundschaft sind türkische Frauen jeden Alters mit Kopftuch oder ohne mit einem Kind oder auch mit fünft. Das allerschönste am Türkenmarkt sind neben den aus Bulgarien geliebten Lebensmitteln wie Schafskäse, eingelegte Oliven, Lohkum (Türkischer Honig genannt), Halva in Blöcken oder in Dosen, gefüllte Weinblätter und Trockenobst auch die Händler mit den Stoffen und der Perlenhändler. Stoffe gibt es hier alle paar Stände in riesiger Auswahl aller möglichen Stoffarten, Webarten, Breiten, dicken, Farben... Es sind die "Reste" der riesigen Großhandelsballen die für die Industrie zu wenig sind und daher aus der Türkei importiert werden. Da die Ballen Großhandelspreise haben, teilt sich der Preis entsprechend gering auf die einzelnen Meter auf. So wird Nähvergnügen bezahlbar, mit teilweise 1EUR/m die ich hier für Baumwollstoffe bezahlt hab oder 6 EUR/m für Baumwollsamtstoffe ist man hier dabei. Natürlich passiert es, daß mal die Farbe oder Qualität die man gerade braucht oder der Stand mit den Samtstoffen gerade nicht da sind. Dann kommt man am besten am nächsten Markttag (DI oder FR) wieder, oder 1 Woche später oder kauft weißen Stoff und färbt sich den um. Erwähnte ich schon den Stand, der Garne und Reissverschlüsse, Bänder und Knöpfe in tausenden Farben anbietet und auch Vlieseline vom Ballen hat? Die Preise der Reisser gefielen sogar meiner Nähkursleiterin Andrea Tabor, die in Buckow einen Laden hat und bei der ich mich im Februar und März hab unterweisen lassen. Leider waren auch heute nicht die Farben die ich als Baumwolle haben wollte dabei, und so guckte ich nach weißer Baumwolle. Und tatsächlich! Ich fand etwas ganz besonderes. Gute feste und leichte Baumwolle aus Griechenland mit einer Webbreite von 2 Metern! Eine Sensation! (Zur Info für die Nicht- Näher ein normaler Stoff hat mit Außnahme von Seide die meist 90cm breit liegt eine Webbreite von 1,10m - 1,70, die gebräuchlichste Weite ist 1,50m) Und nur 1,50 EUR/m! Ich glaubte zu träumen und rechnete flugs aus, wie man mit der Webbreite meine Lieblingskleiderschnitte verwirklichen kann. Da nun 3,5m statt 5m ausreichend waren, nahm ich einfach spontan 7 Meter mit und war totaaaal glücklich. Da meine Füße aber so langsam garnicht mehr glücklich waren und die Zeit zu der ich mich mit Ron am anderen Ende Berlins treffen sollte um heimzufahren sehr nahe war, machte ich mich mit diesem Stoff und einigen Tütchen Perlen auf den Rückweg! Voll bepackt und absolut zufrieden mit mir und meinen Eroberungen bestieg ich U Bahn und S Bahn und war nur noch glücklicher, als Ron mich schon am S Bahnhof Mahlsdorf statt am Gewerbepark Mahlsdorf mit dem Auto aufsammelte. Meine Ledersandalen hatten sich tief in meine nackten Füße geschnitten und rote Striemen waren noch die nächsten Tage zu sehen. Doch im klimatisiertem Auto waren die Qualen bald vergessen und den Abend verbrachte ich mit sortieren und verstauen.



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Mit meinem Papa hab ich heute in ganz Berlin Plakate und Flyer für den diesjährigen Anime Marathon verteilt. Ganz Berlin deshalb, weil die Comicläden sehr verstreut liegen. Vom Modern Graphics in der Oranienstraße aus hab ich einen Laden entdeckt! Der Wahnsinn! Tausende Sorten von Wolle, Leinen, Baumwoll und Seidengarnen. Natürlich auch künstliche Fasern, aber die sind nicht der Rede Wert. Lauter bunte gefilzte Sachen wie Blumen, Täschchen, Hüllen, Etuis und und und... selbstgesponnene Garne in langen bündeln mit verschiedenfarbigen und verschieden dicken Strängen und eine naturfarbene Wolle die extrem nach Schaf riecht und sich auch anfühlt.
Und der absolute Oberhammer sind die Filzwollmassen. Bestimmt mehr als 30 Farben Wollfliese füllen eine Wand aus und man bekommt für 4 EUR 100gr, was sehr viel davon ist (wusste garnicht, wie leicht das Zeug trotz des Volumens ist). Hab natürlich so einige Farben mitgenommen, nur kleine Stückchen zum probieren. Wow, ich glaub hierhin komm ich öfter. Da ich die Kamera zum Plakateaufhängen - dokumentieren dabeihatte sind natürlich auch einige Fotos Pflicht gewesen. Vielleicht mach ich bald noch mehr davon.



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Mollys Lace Headband
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Marys Garden Mystery Socken
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Rons "Männersache" - Socken
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blaue Merino -Handschuhe für Ron
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